Jugendkultur

Wasser bewegt die Jugend

Foto: WAZ FotoPool

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Wattenscheid. Zum achten Mal waren Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, schreibend Position zu sich selbst, ihrem Umfeld und ihrem Lebensraum Ruhrgebiet zu beziehen. Das Rahmenthema lautete diesmal: „Wenn Wasser erzählt.“ Jetzt ist die neue Textsammlung innerhalb der „Essener Anthologien“ erschienen. Der Höntroper Lyriker und Lehrer Dr. Artur Nickel hat die Beiträge erneut zusammengetragen. Er freut sich besonders darüber, dass sich auch wieder viele Jugendliche aus der Hellwegstadt beteiligt haben.

„Wasser ist für uns Menschen etwas ganz Wichtiges. Ohne Wasser können wir nicht leben. In allen Kulturen und Religionen spielt es deshalb eine große Rolle, es ist Symbol für so vieles“, schildert der Pädagoge. Inwiefern seine Aussagen auch für die Jugendlichen im Ruhrgebiet gelten, erzählen die Geschichten der jungen Autoren im Alter zwischen zehn und zwanzig Jahren.

Junge Menschen setzen Akzente

Dabei hat sich das neue Thema erneut aus den vorangegangenen Ausschreibungen ergeben. Nickel: „Bei den letzten Einsendungen, in denen die Jugendlichen geschrieben haben, wie sie zwischen ihren fünf bis sechs verschiedenen Lebenswelten unterwegs sind, hat sich das so herauskristallisiert: Wasser spielte in den Texten immer wieder eine Rolle. Es ist für die Schreiber in verschiedensten Zusammenhängen ein Thema.“

Doch was bedeutet ihnen Wasser tatsächlich? Was verbinden sie mit diesem Element? Egal, ob sie zugewandert sind oder schon immer hier gelebt haben. Was sehen junge Menschen darin, was spiegelt es wider? Fragen, die in der Textsammlung beantwortet werden sollen. „Immerhin war im Revier vor Jahrmillionen noch ein Meer. Dann kam die aus dem nassen Moor wachsende Steinkohle. Heute stellt sich die Frage, welche Akzente gerade junge Men­schen im Revier setzen, wenn es um Wasser und ihr Verhältnis dazu geht. Dass sie dazu sehr viel zu sagen und mitzuteilen haben, zeigt das neue Buch“, sagt Nickel.

„Wenn Wasser er­zählt“ ist in einer Kooperation zwi­schen dem Kulturzentrum „Grend“ in Essen und dem „Geest-Verlag“ in Vechta entstanden. Schon alle bisherigen Publikationen innerhalb der „Essener Anthologien“ zeichneten sich durch ein Höchstmaß an Authentizität aus und lieferten so einen wertvollen Beitrag, Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt Heranwachsender zu gewinnen. Gerade das Ruhrgebiet, das ein Schmelztiegel der Kulturen ist und in dem Menschen mit ganz unterschiedlichem (Migrations-)Hintergrund leben, bietet hierbei eine Vielfalt von persönlichen Eindrücken und Identitäten.

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