Waldbühne Höntrop

Waldbühne wieder in Schuss

V.l.n.r.: Lioba (12), Lea (18) und Magdalena (14) sorgen für einen neuen Anstrich der maroden Sitzbänke der Waldbühne.

V.l.n.r.: Lioba (12), Lea (18) und Magdalena (14) sorgen für einen neuen Anstrich der maroden Sitzbänke der Waldbühne.

Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

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Wattenscheid. Mit Laubgebläse, Pinsel und Hammer bewaffnet, renovierten von Donnerstag bis Sonntag die Katholische junge Gemeinde Wattenscheid (KJG) und der Pfadfinderstamm Max Kolbe kostenlos die Waldbühne in Höntrop. Das freiwillige Projekt erfolgte im Zuge der Sozialaktion „72 Stunden – Uns schickt der Himmel“.

Die 40 freiwilligen Helfer trafen mit ihrem Engagement auf enorme Resonanz: „Alle sind froh, dass endlich etwas passiert und Waldbühne samt Gelände wieder in Schuss gebracht werden“, fasst Marilena Ulrich (18), geistliche Pfarrleitung der KJG, die Reaktionen zusammen. Spontane Hilfe brachte zusätzlichen Schwung in die Marathonaktion: „Eine Frau versorgte uns mit selbst gebackenem Kuchen. Ein Mann arbeitete einen kompletten Tag mit uns durch.“ Jan Creß (22), Stammesvorstand der Pfadfinder, ergänzt: „Eine Gruppe von ‚Väter bewegen WAT’ hat uns kurzfristig Split zur Verfügung gestellt, den wir gemeinsam verlegt haben. Projektpate Thomas Eiskirch (SPD) stellte Kontakte zu Unternehmen aus ganz Wattenscheid her, Kolpinghaus Höntrop und Freiwillige Feuerwehr Eppendorf sorgten für Verpflegung.“

Hilfe, die dringend nötig war: „Der Zustand des ganzen Areals war schlecht“, beschreibt Nils Bülow (20), KJG, die Ausgangssituation und fügt hinzu: „Die Unterstützung der Betreiber, der Sozietät Matrong, war leider relativ gering.“ Erneuert wurde der morsche Bühnenboden, der durchzusacken drohte. Ein stehengelassener, rostiger Maschendrahtzaun wurde abgerissen, große Mengen Metallschrott entsorgt, Wege freigeschaufelt und vom Laub „der letzten zehn Jahre“ befreit, Sitzbänke abmontiert und komplett neu lackiert, verstopfte Abflussrinnen gesäubert.: „Bei starkem Regen wurde der Souffleurkasten geflutet, da dieser über dem Bach errichtet ist.“

Harte Arbeit und wenig Schlaf

Seit Donnerstagabend waren die drei vor Ort, haben zusammen mit sieben weiteren Mitgliedern in einer eigens errichteten Jurte auch dort übernachtet. Geschlafen jedoch kaum, wie Creß berichtet: „Im Durchschnitt vielleicht vier Stunden. Dafür auch mal bis 3 Uhr morgens gewerkelt.“ Von 10 bis 18 Uhr packten täglich zahlreiche Kinder der Gruppierungen mit an: „Ihre Motivation ist unglaublich. Pausen wurden teilweise einfach vergessen, weil sie soviel Spaß hatten“, ist Ulrich beeindruckt. Stolz und erschöpft blicken die drei auf das Ergebnis: „Drei Baucontainer voll mit Abfällen, neue Elektrik und Optik. Wir haben mehr geschafft, als wir gehofft haben.“

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