Politik

UWG erntet Glückwünsche für 50 Jahre Einsatz für ihre Stadt

Bei der 50-Jahr-Feier auf dem Alten Markt (v.l.): Friedel Donschen, Klaus-Peter Hülder, Jens Lücking, Karl Heinz Sekowsky, Wilfried Flöring, Manfred Seidel, Hans-Josef Winkler, Holger Happe und Tim Pohlmann.

Bei der 50-Jahr-Feier auf dem Alten Markt (v.l.): Friedel Donschen, Klaus-Peter Hülder, Jens Lücking, Karl Heinz Sekowsky, Wilfried Flöring, Manfred Seidel, Hans-Josef Winkler, Holger Happe und Tim Pohlmann.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Beim Fest zum Goldjubiläum der Wattenscheider Wählergemeinschaft zeigt sich der Stolz auf das Erreichte. Für die Wahl 2020 herrscht Optimismus.

Die Doppeldeutigkeit war sicherlich Absicht und dabei wohlwollend gemeint: Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) hatte es sich nicht nehmen lassen, der Unabhängigen Wählergemeinschaft UWG zu ihrem 50-jährigen Bestehen zu gratulieren. „Das gilt Menschen, die sich hier in der Alten Freiheit eingesetzt haben“, leitete er seine Laudatio ein, „und im Rat für ganz Bochum. Für ihre Stadt“, betont auf „ihre“. Die Mandatsträger der in Wattenscheid entstandenen und fest verwurzelten UWG nahmen es beim Familienfest auf dem Alten Markt ebenso wohlwollend auf. Zu leiden hatte der „Geburtstag“ nur unter dem unbeständigen Herbst-Nieselwetter.

Das tat dem Stolz über 50 Jahre kommunalpolitischer Arbeit im Rat der Stadt Wattenscheid, der Bezirksvertretung und dem Rat der Stadt Bochum nach der kommunalen Neuordnung 1975, dem Zusammenschluss der Städte, keinen Abbruch. Auch das Zusammengehen von UWG und Freien Bürgern auf einstimmiges Votum beider Mitgliederkonferenzen gibt den Aktiven offenbar Auftrieb. Josef Winkler, der neue Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung, ist jedenfalls optimistisch, für die Kommunalwahl im nächsten Jahr ausreichend Kandidaten für die stadtweit 33 Wahlbezirke zu finden.

Ehrenvorsitzender oft im Blickpunkt

Im Zentrum stand an diesem Tage einmal mehr Klaus-Peter Hülder, gerade intern zum Ehrenvorsitzenden der Wählergemeinschaft erklärt. „Dass das 50 Jahre werden, hätten wir damals nie gedacht“, sinnierte er, „und spätestens nach der Eingemeindung haben wir uns natürlich gefragt, wie es wohl weitergehen soll.“ Aber die UWG trat sogar für die neue Gesamtstadt an und startete mit 12.000 Wählerstimmen, 13,2 Prozent in Wattenscheid und 4,1 Prozent in Bochum gleich durch. „Eine solche alternativ angelegte Kommunalpolitik gab es so einfach nicht“, erinnert Hülder.

Bezirksbürgermeister Manfred Molszich erzählte launig, wie er sich noch als SPD-Fraktionsvorsitzender mit Hülder im Bezirk durchaus gestritten habe. „Aber wir wussten, dass wir uns hinterher immer noch begegnen konnten. Wir können wohl stolz darauf sein, dass wir vernünftig miteinander umgegangen sind.“

Josef Winkler unterstrich, die Verdienste Hülders seien „ein Pfund, ein Erbe, das wir weitertragen wollen. Und es zeigt, dass die UWG noch gebraucht wird.“ Die gesamtstädtische Sicht vertrat dann OB Eiskirch. 1969 mit der Gründung der UWG habe sich gezeigt, dass deren Absichten sehr wohl schon auf offene Ohren gestoßen sei.

Heute zeige sich immer mehr, dass sich die Aktivitäten weiter und auf die Belange der ganzen Stadt bezögen. „Auch das Gefühl, Wattenscheid würde immer wieder zu kurz kommen, wandelt sich langsam. Denn gerade in jüngster Zeit zeigt sich, welche Investitionen hierher fließen.“ Eiskirch charakterisierte Klaus-Peter Hülder als „unermüdlichen Steuermann, Ideengeber und Motor in Rat und Bezirksvertretung“, und freute sich auf einen „strukturierten Übergang“ an dessen Nachfolger Winkler.

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