Tradition im Dorf

Thorpe-Markt zeigt sich wetterfest

Adventlich rote Ohren präsentierten die Damen der SV Eppendorf um Ingrid Braum, Marianne Rakowski, Ilona Frese und Helga Behler am Waffelstand beim Weihnachtsmarkt des Eppendorfer Heimatvereins. Foto:Klaus Pollkläsener

Adventlich rote Ohren präsentierten die Damen der SV Eppendorf um Ingrid Braum, Marianne Rakowski, Ilona Frese und Helga Behler am Waffelstand beim Weihnachtsmarkt des Eppendorfer Heimatvereins. Foto:Klaus Pollkläsener

wattenscheid.   30. Auflage des adventlichen Treibens an der Museumsscheune in Eppendorf. Großer Dank an die vielen Helfer und Vereine für die gemeinsame Sache.

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Pünktlich zum ersten Advent kam der erste Schnee, auch über Wattenscheid. Und pünktlich zu den vielen kleinen Türchen öffnete auch der Eppendorfer Heimatverein seine Pforten zum Thorpe-Weihnachtsmarkt auf dem Museumsgelände zu den Klängen des Bläserensembles Bi-Metall.

Gerd Robok als EHV-Vorsitzender blieb völlig entspannt, als sich der Schneegriesel langsam in stetigen Nieselregen verwandelte: „Wir sind hier ziemlich wetterfest aufgestellt.“ Zum Besuch des Nikolaus’ am späten Nachmittag erwartete er jedenfalls „bestimmt wieder so, na, 300 Kinder“, und am Stand der Eppendorfer Wanderfreunde würde vielleicht nicht wieder „schon um halb vier“ alles ausverkauft sein, aber die waren auch nieselfest unter dem Scheunendach.

So gar nicht ihr Wetter war es diesmal für eine viel beachtete Besucherin, „Zeeta“, ein amerikanisches Wüstenbussard-Weibchen (auch bekannt als „Harris’s Hawk“) auf dem behandschuhten Arm von Falkner Ralf Wilms vom Hegering Eppendorf. „Die würde sich in freier Wildbahn jetzt irgendwo sicher hinhocken, mit nassen Federn fliegt’s sich einfach nicht gut,“ kommentierte er. Flugshows gab’s deshalb diesmal auch nicht, aber viel Wissenswertes rund um die Jagd mit dem Vogel, die Beize.

Loden, Funktionsjacken und Stiefel waren jedenfalls die angesagte Kluft an diesem Tag, oder ein Plätzchen in der Nähe von Backofen oder Grill. Denn die Speisekarte des Tages hatte Gerd Robok auch gleich bei einem Streifzug durchgegeben: Wildragout aus der Maxi-Eisenpfanne, Fladenbrot („statt Pommes, die haben wir hier nicht“) mit Thunfisch oder Sauercreme, heiße Maronen, frischgebackener Spekulatius nach „uraltem Rezept“, geräucherte Forellen, gebrannte Mandeln, Reibekuchen, Stockbrot und dazu Glühwein, Glühbier oder Met. Ja, oder den eigens etikettierten Jubiläumswein, rot oder weiß, denn der Thorpe-Weihnachtsmarkt fand zum runden 30. Male wieder zahlreiche Besucher.

Für Robok stolzer Anlass genug, den insgesamt gut 60 fleißigen Helfern zu danken, die in jeweils etwa zweistündigen Schichten überall vor und hinter den Kulissen wirkten. Und auch etwas weiter auszuholen: „Dieser Thorpe-Adventsmarkt ist seit 30 Jahren schon etwas ganz Besonderes. Hier haben sich seitdem immer eine ganze Menge Vereine und Verbände aus der Nachbarschaft eingefunden, sind alle ehrenamtlich dabei, wir haben keine kommerziellen Anbieter.“ Den besonderen Zusammenhalt konnten die Besucher auch direkt in der Museumsscheune erfahren, in der die Eppendorfer Vereine einen gemeinsamen Stand betrieben.

Ganz am Rande:


„Das darf man hier ja eigentlich gar nicht sagen“, lüftete Gerd Robok verschmitzt ein - naja - Geheimnis. Den Hauptpreis in der Tombola hatte die Grillakademie Ruhr gestiftet, zwei Plätze in der VfL-VIP-Lounge.

Gut 70 weitere Preise hatten die Eppendorfer Geschäftsleute beigesteuert, „und nix Billiges, Kulis oder so ‘was“.

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