Gesundheit macht schule

Thema Gesundheit den Schülern kindgerecht vermitteln

Lehrerin Vanessa Lemmerz erklärt den Schülern der Klasse 1b an einem Skelett den menschlichen Körper und die Organe. Foto:Gero Helm

Lehrerin Vanessa Lemmerz erklärt den Schülern der Klasse 1b an einem Skelett den menschlichen Körper und die Organe. Foto:Gero Helm

Projektwoche an der Gertrudisschule. Erste Hilfe, richtige Kleidung, Organe des Menschen, Hygiene oder auch Ernährung zählen zu den Inhalten

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Statt leer gefegter Flure während der Unterrichtszeit, ist es in dieser Woche quirlig auf den Gängen, dem Hof und in der Turnhalle der Gertrudisschule: Gesundheitswoche – so auch das Motto „Gesundheit macht Schule“. Das heißt, in allen Klassenräumen werden Schwerpunkt-Themen angeboten und unterrichtet. Die Kinder wechseln nach einem Themenplan von einem Raum zum nächsten.

Klassenräumen sind Themenorte

Schulleiterin Tanja Knopp: „Es geht hier um weit mehr, als den Kindern beizubringen, dass es wichtig ist, Zähne zu putzen und Hände zu waschen. Wobei auch das natürlich elementar ist und dazu gehört.“

Nach einem regelrechten Stundenplan verläuft diese Projektwoche. Die Schüler der Klasse 1b hängen an den Lippen von Lehrerin Vanessa Lemmerz, die an einem Skelett den Aufbau des menschlichen Körpers erklärt und mit bunten Organattrappen oder Klebestreifen zeigt, wo Herz, Niere und Leber oder Halsschlagader im Körper sitzen. Die Kinder sollen hier nicht nur zuhören, sie sollen selbst zeigen, wo sie welches Organ platzieren würden. Eine Mitarbeiterin des städtischen Gesundheitsamtes macht derweil der Klasse 3b deutlich, was es mit der Zahngesundheit auf sich hat und dass diese weit über ein bisschen Zahnpasta auf der Bürste, die kurz in den Mund geschoben wird, hinausgeht.

Hausmeister Andreas Brandsmüller backt mit der Klasse 3c gesundes Brot, während gleichzeitig die 4c etwas über die Sonne und den nötigen Schutz vor den Strahlen erfährt.

„Die Woche ist ein Rundum-Paket“, so Schulleiterin Knopp. Gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse stehen sowieso drei Mal in der Woche auf dem Programm. „Wir besuchen diese Woche auch unseren Öko-Lieferanten vor Ort.“

Die meisten Themen decken die Lehrer und Pädagogen selbst ab. „Wir haben auch externe Referenten dabei,“ so Knopp. Zum Beispiel eine Expertin von den Landfrauen, die den Weg von der Milch zur Butter erklärt und mit den Kinder anschaulich ausprobiert. Das DRK Witten, wo Tanja Knopp selbst ehrenamtlich aktiv ist, unterweist die Kinder in Erster Hilfe.

Auch die Eltern erreichen

Auch das Thema „Bekleidung“ gehört auch zur Woche „Gesundheit macht Schule“. Nicht ohne Grund, so Tanja Knopp. „Viele Kinder sind nicht der Jahreszeit entsprechend angezogen, was ihrem Wohlbefinden nicht gut tut. Oder sie tragen Schuhe, die nicht ihrer Fußgröße entsprechen.“ Hier lernen die Kinder ihre aktuelle Konfektionsgröße kennen. Zudem ist ein Schuhmessgerät vorhanden, mit dem die Fußgröße bestimmt wird. In Sachen „Hygiene“ wird den Kindern erklärt, dass sie, etwa um Erkältungskrankheiten vorzubeugen, nicht in die Hand schniefen und diese dann jemandem reichen sollen.

Wichtig sei, so Tanja Knopp, „dass wir alle Kinder mit dieser Woche ansprechen und erreichen. Und darüber auch so viele Eltern wie eben möglich.“ Denn nicht nur eine erhebliche Anzahl der Schüler hat einen Migrationshintergrund oder Deutsch als Zweitsprache. 88 Inklusionskinder mit verschiedenen Förderbedarfen lernen auch an der Gertrudisschule. Dass die Grundschule zum Landesprogramm NRW „Bildung und Gesundheit“ gehört, ist für sie Auftrag und Programm.

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