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Tempo 30 auf Berliner Straße gefordert

Bewohner und Angehörige fordern Tempo 30 auf der Berliner Straße

Foto: Gero Helm

Bewohner und Angehörige fordern Tempo 30 auf der Berliner Straße Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Die rund 150 Bewohner des Seniorenheims St. Elisabeth von Thüringen fordern mit Nachdruck, endlich Tempo 30 auf der Berliner Straße einzuführen.

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Dies soll im Bereich zwischen West- und Steeler Straße passieren. Das würde ihnen mehr Sicherheit und mehr Ruhe geben.

„Hier herrscht sehr viel Verkehr und es wird gerast. Einige Autofahrer verhalten sich völlig rücksichtslos. Viele Bewohner trauen sich schon gar nicht mehr, in die Innenstadt zu gehen“, erklären Adelheid Brimberg (77), Vorsitzende des Heimbeirates, und die Angehörige Ingrid Hochheim.

Novelle bietet Erleichterungen

Schon seit Jahren kämpfen die Senioren bei der Stadt für temporeduzierende Maßnahmen vor der Anlage. Bisher ohne Erfolg. Denn bislang waren die Hürden hoch für Tempo 30 auf Hauptstraßen. Doch es hat Ende 2016 einige Änderungen der Straßenverkehrsordnung gegeben, damit die Kommunen vor Einrichtungen wie Seniorenheimen und Kindergärten Tempo 30 auf Hauptstraßen leichter einführen können; die Verwaltungsvorschriften, unten welchen Bedingungen die Anordnungen getroffen werden dürfen, sollen im Laufe des Jahres 2017 in Kraft treten. Diese Möglichkeit will das Seniorenheim jetzt nutzen, um endlich das Ziel zu erreichen.

Gefährliche Situationen

Die Sprecher der Seniorenanlage haben noch weitere Vorschläge. Sie wünschen sich eine einspurige Verkehrsregelung auf der Straße in diesem Bereich. Bogestra-Busse und Radfahrer könnten dann die zweite Spur nutzen. Das würde die Situation weiter entschärfen.

Bisher nutzen die meisten Radfahrer den engen Gehweg, was besonders für Senioren mit Rollator oder Rollstuhl problematisch ist. Und vor der Bushaltestelle stehen oft viele wartende Fahrgäste, wodurch sich hier ein Nadelöhr bildet. Auch für diejenigen, die per Auto ihre Angehörigen im Altenheim besuchen, würde sich die Situation dann deutlich entspannen.

Einspurigkeit vorgeschlagen

Was den Bewohnern noch am Herzen liegt: Die grüne Ampelphase für Fußgänger sei viel zu kurz, man komme kaum über die Berliner Straße, betont Helga Hartstock, Sprecherin der Behindertenwohnanlage. Und: Deutliche Hinweisschilder sollten die Autofahrer darauf hinweisen, dass es sich hier um eine Seniorenanlage handelt. „Vielleicht nehmen diese dann mal den Fuß vom Gas und fahren hier rücksichtsvoller.“


KONTAKT AUFGENOMMEN

>> Zur SPD haben die Senioren schon Kontakt aufgenommen und warten auf eine Antwort. Die Sozialdemokraten hatten im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität eine Anfrage an die Verwaltung zum Thema „Tempo 30 an Schulen und Kitas“ gestellt, die im März beantwort wurde; darin heißt es u.a., dass jedes Mal „eine sorgfältige Einzelfallprüfung notwendig ist. Ein Automatismus ist mit der Neuregelung nicht verbunden“.

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