Brieftauben

Tag der Brieftaube: Schlaggemeinschaft freut sich auf Saison

Foto: Gero Helm

Beim ersten „Tag der Brieftaube“ am 15. April freut sich auch die Schlaggemeinschaft von Jürgen Greife/Hans-Werner Baczewski auf Besucher.

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Der erste Test nach der Winterpause startete gerade einmal in Lüdenscheid, gut 40 Kilometer entfernt. Aber Luftlinie, und damit nur etwa eine halbe Stunde entfernt für die 58 Tauben, die Jürgen Greife und Hans-Werner Baczewski diesmal „geschickt“ haben. Die Züchter sind mit dabei und werben am Sonntag, 15. April, beim „Tag der Brieftaube“ für ihr Hobby, zeigen den „Gartenschlag“ an der Heidestraße 46.

In der Saison haben die Alttiere dann erst einmal 200 Kilometer aus Richtung Südost vor sich, ansteigend bis gut 600, die Jungtiere zunächst 130, später dann 300. Die sitzen gerade gespannt in der Voliere vor dem großen Schlag im Garten, denn die Alten sind ja unterwegs. Fünf Monate hat die Pause gedauert, jetzt heißt es nicht nur, wann sie wieder landen, sondern auch, ob. Denn die Greifvögel unterwegs, schlechtes Wetter oder Orientierungsschwierigkeiten machen ihnen zu schaffen.

Und meist fliegen sie tatsächlich der Liebe wegen, nach dem „Witwerprinzip“, werden eine Woche von ihrem geflügelten Partner getrennt, und beeilen sich dann, wieder zum heimischen Schlag zu kommen. Längst nicht mehr mit einem Gummiring bestückt, den der Züchter erst einmal abstreifen und in die Taubenuhr stecken muss, die dann in das Vereinslokal gebracht wird. Elektronik-Ringe übernehmen die präzise Registrierung, wenn, ja, wenn, die Vögel auch tatsächlich in den Schlag kommen. Und nicht auf dem Dachfirst hocken bleiben, während der Züchter die Futterdose schüttelt und „Komm Hans, komm!“ ruft. Der Name gilt für alle.

Der Laie erkennt sie erst am Ring, auf dem übrigens die Telefonnummer des Züchters steht, falls der Vogel verloren geht. Der „Taubenvater“ weiß meistens dagegen sogar die Ringnummer, wenn einer wieder anfliegt.

Greife und Baczewski vom Verein „Blitz’“, „dem aktivsten in der Reisevereinigung Wattenscheid“ mit Sitz am Bismarckplatz haben sich viel vorgenommen. Denn mit ihren rund 100 Tauben haben sie letztes Jahr gut Preise abgeräumt, bei Alttauben, bei den Jährigen, den Weibchen und auf der Kurzstrecke.

Die Züchter werden älter, werden weniger, die Möglichkeiten für die Zucht und das Flugtraining in der Stadt nicht besser. Deshalb wollen Gräfe und Baczewski am nächsten Sonntag vor allem auch den Nachbarn danken, die viel Verständnis aufbringen. „Wenn wir wissen, nebenan wird gegrillt, lassen wir die Tauben eben auch nicht fliegen“, sagen sie anders herum.

Mit um die Preise fliegen dürfen zwei der Vögel in dieser Saison allerdings auch nicht, die besten in den Wettbewerben des Vorjahres, „die kommen in die Zucht“, klären die Züchter auf.

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