Umwelt

Streuobstwiese in Eppendorf als idealer Öko-Lebensraum

Der Vorsitzende des Nabu, Mathias Krisch, an der Infotafel zur Streuobstwiese in Eppendorf.

Foto: Jürgen Theobald

Der Vorsitzende des Nabu, Mathias Krisch, an der Infotafel zur Streuobstwiese in Eppendorf. Foto: Jürgen Theobald

wattenscheid.   Die Eppendorfer Streuobstwiese gehört zu den größten Projekten dieser Art im Ruhrgebiet – ein Lebensraum auch für viele Tiere.

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Rund 250 Bäume stehen auf dem etwa vier Hektar großen Gelände zwischen Engelsburger Straße und Husackerstraße.

Die Fläche liegt gegenüber vom Thorpe-Museum des Eppendorfer Heimatvereins (EHV). Mathias Krisch, Vorsitzender des Naturschutzbundes Bochum, betreut die Streuobstwiese, auf der rund 30 Schafe grasen, bereits seit über sechs Jahren – er kennt sich dort bestens aus. Für die Helfer von Nabu und EHV gilt es unter anderem die Baumscheiben freizulegen, den Fraßschutz zu erneuern, die Obstbäume zu beschneiden, bei Bedarf nachzupflanzen und die Ernte einzuholen.

120 Apfel- und 70 Birnenbäume

„Wir haben hier über 120 Apfelbäume und 70 Birnenbäume; der Rest besteht aus Kirsch-, Mirabellen- und Pflaumenbäumen.“ Es gibt eine Mischung aus jungen und alten Bäumen, „einige sind 80 bis 120 Jahre alt“, so Krisch, der alle zwei bis drei Tage hier nach dem Rechten schaut. Für die Pflege der Fläche gibt es Zuschüsse vom Land. „Regelmäßig muss man sich um das Gelände kümmern.“

Mehrere Tonnen Obst zur Ernte

Diese Streuobstwiese stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie sieht nicht nur schön aus, ist ein wertvoller Beitrag zum Naturschutz und bietet Spaziergängern einen idyllischen Anblick – sie wirft auch einen ordentlichen Ertrag ab: Etwa drei bis sechs Tonnen Obst werden jährlich geerntet, schätzt Mathias Krisch. Nabu und EHV pressen daraus dann frischen Apfelsaft, der verkauft wird; das Bio-Obst wird zudem vom Eppendorfer Heimatverein auf dem benachbarten Museumsgelände angeboten.

Lebensraum für viele Tiere

Das Biotop bietet außerdem das ganze Jahr über Lebensraum für viele Tiere wie Vögel, Igel und Insekten. Totholz wird deshalb ganz bewusst stehengelassen. Der Nabu baut dort schon seit Jahren Röhren als Quartier für Steinkäuze auf. Insgesamt ein wertvoller ökologischer Standort, im städtischen Besitz. Seit 1996 bemühte sich der Eppendorfer Heimatverein um die Pacht der Wiese, die dann 1997 übernommen werden konnte.


ÖKOLOGISCH WERTVOLL

>> Die große Fläche ist eingezäunt, auf einem Trampelpfad Richtung Husackerstraße kam man sie umrunden.


>> Ein Hinweisschild mit vielen Infos stellte der Nabu kürzlich im Eingangsbereich (von der Engelsburger Straße aus) auf über diese Eppendorfer Streuobstwiese, die „einen hohen ökologischen Wert hat“, wie Mathias Krisch betont. „Ein naturnaher Lebensraum in der Großstadt, den es zu schützen und erhalten gilt.“

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