Freibad-Saison

Stadt sucht noch Rettungskräfte für die Freibad-Saison

Die Sicherheit der Badegäste muss gewährleistet sein. Deshalb sucht die Stadt noch Rettungskräfte für die Freibadsaison.

Foto: Friedhelm Geinowski

Die Sicherheit der Badegäste muss gewährleistet sein. Deshalb sucht die Stadt noch Rettungskräfte für die Freibadsaison.

Wattenscheid.  Stadt benötigt für die Sommer-Saison noch gut 30 Rettungsschwimmer mit Erste-Hilfe-Ausbildung. DLRG-Mitglieder schieben Badeaufsicht an der See.

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Die Freibadsaison in Bochum startet Mitte Mai und dauert bis zum 31. August. Die Wattenscheider Freibäder allerdings öffnen noch nicht am 15. Mai. Am 1. Juni geht das Wellenfreibad Südfeldmark an den Start und am 14. Juli das Freibad im Höntroper Südpark. Es fehlen jedoch wieder Rettungsschwimmer ab 18 Jahren mit Ausbildung in Erster Hilfe. Laut Sport- und Bäderamt werden 17 Kräfte in Vollzeit und 20 stundenweise gesucht. Acht Vollzeit-Kräfte seien bereits am Start, „aber über weiteres Personal freuen wir uns“, sagt Daniela Hinz, Sachbearbeiterin im Fachamt.

Schichtplan

Amtsleiter Klaus Retsch: „Die Vollzeit-Rettungsschwimmer bekommen einen Vertrag vom 1. April bis zum 15. September. Ab April deshalb, weil eine Vorbereitungszeit nötig ist.“ Bezahlt wird nach Entgeltgruppe EG 3 (Tarifvertrag öffentlicher Dienst), was im Stundensatz rund 12,44 Euro brutto ausmacht. Retsch: „Das Problem, Vollzeit-Kräfte zu bekommen, die in den Schichtplan integriert werden können, haben wir alle Jahre wieder.“ Er weiß, dass auch die Nachbarstädte, etwa Essen, diesen Personalbedarf haben.

Resonanz erhofft

Das Bäderamt verfügt über rund 85 Mitarbeiter insgesamt, die in der Verwaltung, der Bäder-Werkstatt oder als Wärter tätig sind. „Aber das Personal reicht in der Freibadsaison nicht aus.“ Das Fachamt hat jetzt eine Rund-Mail an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gerichtet mit der Frage, ob es „im familiären Umfeld bzw. in Freundes- und Bekanntenkreis motivierte und engagierte Interessierte für die Wahrnehmung dieser Tätigkeit“ gebe. Retsch: „Wir hoffen auf positive Resonanz.“ Es werde bei der örtlichen Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nachgefragt, doch „mit recht wenig Erfolg“, so Retsch. „Die Rettungsschwimmer gehen meist an die See.“

Aufsicht an der See

Das bestätigen Oliver Dierkes und Peter Matzek von der DLRG-Ortsgruppe Wattenscheid. „Unsere Leute gehen meist für drei Wochen zur Ostsee und führen Aufsicht am Badestrand.“ Zu verdienen sei hier so gut wie nichts, „es ist reiner Idealismus“, sagen sie.

Dass keine oder nur wenig DLRG-Mitglieder in den städtischen Freibädern aushelfen, sei ein Zeitproblem. Matzek: „Viele unserer ausgebildeten Mitglieder drücken noch die Schulbank, können oder wollen sich nicht über eine längere Zeit verpflichten.“

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