Wildes Parken in der City

Stadt hat derzeit kein Geld für automatische Poller-Anlagen

Poller wären ein mögliche Lösung.

Poller wären ein mögliche Lösung.

Foto: Klaus Pollkläsener

Wattenscheid.  Bezirksvertretung will wildes Parken in Fußgängerzone wie Oststraße, Markt und Bebel-Platz eindämmen. Finanzierung ist derzeit nicht absehbar.

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Die Fußgängerzone wird als Parkplatz von Pkw und Kleintransportern genutzt. Um den Parkverstößen in der Ost- und Westenfelder Straße und dem fußläufigen August-Bebel-Platz beizukommen, hat die Bezirksvertretung eine Anfrage an die Stadt gestellt. Es gilt, Möglichkeiten gegen das wilde Parken zu finden, etwa durch Poller-Vorrichtungen. Doch die Stadt hat dafür derzeit kein Geld.

Die Verwaltung habe die technischen Möglichkeiten zur Sicherung des Einfahrtsverbotes in die Fußgängerzonen geprüft, so die Antwort. Es gebe Einrichtungen, die das Einfahren unterbinden können, beispielsweise Polleranlagen, die mechanisch oder elektrohydraulisch gesteuert werden. Diese Anlagen kosten rund 40 000 bis 60 000 Euro pro Stück und verursachen Betriebskosten zwischen 15 000 und 20 000 Euro pro Jahr (ohne Personal).

Neue Lösungen

Laut Verwaltung sei die Finanzierung derzeit nicht absehbar. Insofern halte die Verwaltung die Realisierung kurz- bis mittelfristig „für sehr gering“, heißt es in einer Mitteilung an die Bezirksvertretung. Ob langfristig neue Lösungen, die kostengünstiger und betrieblich leichter zu organisieren sind, auf den Markt kommen, bleibe abzuwarten.

Bezirksbürgermeister, Polizei und Straßenverkehrsamt hatten im Dezember eine gemeinsame Ortsbegehung unternommen und gemeinsam dabei festgestellt, dass der Bereich rund um die Oststraße auch nach Ende der Lieferzeit, also nach 11 Uhr, „in erheblichem Maße durch Autos und Kleintransporter genutzt“ werde.

„Die Fahrzeugführer setzen hier sehr brutal ihr angebliches Recht durch. Postfahrzeuge geben hier ein sehr schlechtes Beispiel ab“, ist festgestellt worden. Und: „Es ist einzusehen, dass nicht genügend Personal zur Verfügung steht, um hier nachhaltiger zu kontrollieren.“

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