Neue Anlaufstelle

Stadt eröffnet in Wattenscheid erstes Flüchtlingsbüro

Das Mitarbeiterteam im Flüchtlingsbüro: Petra Kobalt, Lidija Schirnewitsch, Jürgen Graberg, Christine Diem und Sedef Cihangir.

Foto: Gero Helm

Das Mitarbeiterteam im Flüchtlingsbüro: Petra Kobalt, Lidija Schirnewitsch, Jürgen Graberg, Christine Diem und Sedef Cihangir. Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Die Stadt hat am Dienstag ein Flüchtlingsbüro in Wattenscheid eröffnet. Es ist das erste in Bochum.

Das Büro befindet sich im Caritashaus an der Propst-Hellmich-Promenade 29. Es soll nicht nur eine Anlaufstelle für Flüchtlinge sein, sondern für alle Bürger, die Fragen und Probleme rund um das Thema haben, für Ehrenamtler, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind, oder auch für alle Vereine.

Das erste Büro in Bochum

Mit insgesamt sechs Flüchtlingsbüros – einem in jedem Stadtbezirk – möchte die Stadt Bochum „die Nähe zu zugewanderten und schon lange hier heimischen Bürgern weiter verbessern. Die Einrichtungen sollen neue und bereits vorhandene Strukturen im Stadtteil stärker vernetzen sowie die Zusammenarbeit von Einrichtungen, Ehrenamtsnetzwerken und Geflüchteten unter stadtteilspezifischen Aspekten intensiver fördern“, erklärt Stadtsprecherin Tanja Wißing. Die Kosten für Mitarbeiter und Büromiete trägt die Stadt.

Untergebracht im Caritashaus

Das erste Flüchtlingsbüro eröffnete nun in Wattenscheid mit vier Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie einer Mitarbeiterin der Caritas. Sie helfen den Geflüchteten unter anderem bei der Wohnungssuche oder unterstützen sie bei der Integration in die Hausgemeinschaft und im Wohnbezirk. Rund 800 „betreute Geflüchtete“ in unterschiedlichen Wohnformen leben derzeit in Wattenscheid.

Auch Beschwerdemanagement für Bürger

Die Aufgaben und Angebote der neuen Einrichtung sind vielfältig. Eilert Winterboer vom Amt für Soziales betont, dass das Flüchtlingsbüro allen Bürgern offen steht: „Anwohner und Vermieter können dort auch Probleme loswerden, die sie mit Flüchtlingen haben – wie Müll, Krach etc. Das ist auch ein Beschwerdemanagement für Bürger.“

Sportvereine oder Ehrenamtler, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind oder werden wollen, können sich hier auch melden. Das Büro will Kontakte, Ansprechpartner, Unterstützung und Angebote vermitteln, die Netzwerkarbeit vor Ort stärken.

Dezentral verteilt

Bisher seien diese Aufgaben zentral im Bildungs- und Verwaltungszentrum (BVZ) in Bochum wahrgenommen worden. Jetzt wird dies dezentral mit den Büros über die Stadt verteilt. „Was den Vorteil hat, dass man sich gezielter um die Themen kümmern und die vorhandenen Strukturen vor Ort besser nutzen kann“, so Bezirksbürgermeister Manfred Molszich, gestern mit weiteren Akteuren aus der Flüchtlingsarbeit bei der Büroeröffnung dabei. Das Mitarbeiterteam besteht vorwiegend aus Sozialarbeitern. Die Betreuung in den Flüchtlingsheimen geht wie gehabt durch die jeweiligen Betreiber (die Stadt hat dies bekanntlich an Wohlfahrtsverbände übertragen) weiter.


ÖFFNUNGSZEITEN

>> Die Öffnungszeiten des Flüchtlingsbüros: Montag 9-12 Uhr, Mittwoch 9-12 Uhr, Donnerstag 19-12 Uhr und 13-16 Uhr. Terminabsprachen außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich.


Die Mitarbeiter: Petra Kobalt (Tel. 02327-586 427), Sedef Cihangir (545 2138), Jürgen Graberg (55 477), Lidija Schirnewitsch (586 451), Christine Diem (Caritas; Tel. 919 5696).

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