Karneval

Kolping-Spielschar lässt die Beine fliegen

Mit einem Klatschmarsch begrüßten die Gala-Besucher Tanzmariechen, Prinzenpaar und die Abordnung des Festausschusses in Höntrop.Foto:Gero Helm

Mit einem Klatschmarsch begrüßten die Gala-Besucher Tanzmariechen, Prinzenpaar und die Abordnung des Festausschusses in Höntrop.Foto:Gero Helm

wattenscheid.   Die 29. Karnevals-Benefiz-Gala im Kolpinghaus dient zum Erhalt des „Kulturgutes Waldbühne Höntrop“.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Runde 20 Programmpunkte, 80 Aktive auf und vor der Bühne und im Hintergrund, im 61. Jahr die bereits 29. Karnevals-Benefiz-Gala, diesmal zur Erhaltung des „Kulturgutes Waldbühne Höntrop“: Die Kolping-Spielschar in Höntrop schafft spielend ein volles (Kolping-)Haus.

„Ohne Freude kann des Menschen Herz nicht sein - Bühne frei!“ lud Präsident Thomas Stetten ein, und gab so den Startschuss für einen kurzweiligen Freitagabend mit ernstem Hintergrund.

Denn die Kolping-Spielschar macht sich Sorgen um die Waldbühne, wo sie seit Jahrzehnten ihre Märchenspiele aufführt. Und will im Wissen um die knappe Kasse der Stadt tatkräftig anpacken, sei es mit ein paar Eimern Farbe für die Bänke, Asche für die Wege oder rührigen Händen am Hochdruckreiniger. Denn das „Kulturgut“ ist bekanntermaßen schwer in die Jahre geraten, liegt aber allen am Herzen.

Lauter „Eigengewächse“

Mit vollem Herzen sind auch die Mitstreiter auf der Saalbühne dabei, „alles Eigengewächse, ehrenamtlich, ohne einen Pfennig Gage und in ihrer Freizeit“, betonen ausdrücklich die Tanzgarden-Trainerinnen und aktiven Sängerinnen Martina Ridder und Silvia Wienert.

Die „Familie“ gewinnt einen selbstverständlichen eigenen Stellenwert bei der Kolpingsfamilie, nicht nur auf gemeinsamer Basis der Ideale des Begründers. Das Stadtprinzenpaar bekommt hier spontanen Applaus beim „Heimspiel“, wenn es wegen eines Geburtstags in der Familie ein paar Minuten später erscheint. Und in der langen Liste der Aktiven tauchen immer wieder und in immer wechselnden Funktionen dieselben Familiennamen auf.

Damit ist Verlass auf die „Aufstellung“, und ebenso sicher ist, dass diese Mannschaft nicht nur ein eng getaktetes Programm stemmt, sondern sich im Laufe eines langen Karnevals-Abends auch noch mühelos steigert. So konnten schon gleich zu Anfang die „Eisbrecher“ mit ihren Party-Hits nicht ohne Zugabe gehen. Die Mädels der Küken-, Jugend- und Showtanzgarde mit ihren jeweiligen „Mariechen“ ernteten geradezu Beifallsstürme.

Ob Piraten oder Kosaken

Sei es, dass das vielköpfige Publikum spontan das „Glückauf, der Steiger kommt“-Motiv im schwungvollen Musikpotpourri erkannte und textsicher aufnahm. Oder Sitzungspräsident Stetten lobte: „Ein Traum in Rot und Weiß.“ Nein, nach dem gekonnten Wechsel in Kostümen und Musik in die exotische Welt der Piraten toppten die Ballett-Ladys ihre Einlagen mit einem Tanz auf den Tischen, mit russischem Kosaken-Kasatschok zu „Kalinka“ zum Mitschmettern. Diesmal ganz in Weiß.

Erkältungszeit und Pausen-Snack

Die „Großen“ ihrer Tanzgarden schonte die Kolping-Spielschar beim Biwak auf dem Alten Markt, einige der jungen Damen laborierten schon an Erkältungen, sollten aber unbedingt bei den weiteren Veranstaltungen nach der Gala dabei sein.

Rustikal war das Imbiss-Angebot zur Pause: Currywurst und Spießbraten, gern genutzt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik