Teilhabe und Hilfe

Spendenaktion unterstützt Tierheim und fördert die Teilhabe

Bewohner und Mitarbeiter des CMS Pflegewohnstifts Wattenscheid halfen den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Tierheims Wattenscheid beim Sammeln von Sach- und Geldspenden im Höntroper Haus.

Bewohner und Mitarbeiter des CMS Pflegewohnstifts Wattenscheid halfen den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Tierheims Wattenscheid beim Sammeln von Sach- und Geldspenden im Höntroper Haus.

Foto: Ingo Otto

Höntrop/Günnigfeld.   Die Bewohner eines Pflegewohnstifts unterstützen Ehrenamtliche des Tierheims Wattenscheid. Zahlreiche Sach- und Geldspenden helfen den Tieren.

Volle Säcke und Tüten stapeln sich unter dem Tisch. Käfige und Boxen stehen daneben, schon am Vormittag sind überall Futterdosen und „Leckerchen“ zu sehen. Ehrenamtliche Helferinnen des Tierheims Wattenscheid werden bei der Annahme der vielen Geld- und Sachspenden unterstützt von Bewohnern des CMS-Pflegewohnstifts in Höntrop. Dort fand am Donnerstag die zweite erfolgreiche Hilfsaktion zugunsten des Tierschutzvereins statt.

„Vor zwei Jahren haben wir eine solche Aktion in Querenburg durchgeführt“, erzählt Sozialdienstleiter Markus Zedlitz (CMS). „Viele haben uns gefragt, ob wir nicht das Tierheim in Wattenscheid unterstützen könnten. 2018 gab es dann die erste Spendenaktion in unserem Haus, und wir bieten dem Tierschutzverein immer einen kostenlosen Standplatz bei unseren Trödelmärkten.“

Eine willkommene Abwechslung

Mit solchen Aktionen vernetze man sich nicht nur im Stadtteil und ganz Wattenscheid, sondern bietet auch den Bewohnern die Möglichkeit, aktiv mitzuhelfen. Eine willkommene Abwechslung, sagt Rosmarie Reifenscheidt (89) während ihrer „Schicht“ am Spendentisch: „Ich staune, wie viele Leute schon gekommen sind. Man freut sich natürlich.“ Bereits 2018 packte Reifenscheidt, die seit drei Jahren im Pflegewohnstift lebt, mit an: „Man sieht mal ‘was anderes“, sagt sie und wird von Bewohnerin Elisabeth Cremer (83) bestätigt: „Ich hab’ hier vorbeigeschaut, wurde angesprochen und hab direkt mitgemacht. Man hat ja Zeit.“

Die Mitarbeiterinnen des Tierheims freut’s: „Es ist schön, dass wir diese Hilfe haben. Teilweise gab es hier zum Start richtigen Andrang, da konnten wir die zusätzlichen Hände gut gebrauchen“, so Brunhild Wagner-Borgstäd. Zedlitz ergänzt: „Tierschutz steht bei den Bewohnern hoch im Kurs und sie freuen sich, etwas beitragen zu können.“ So wird Teilhabe von Senioren gefördert und praktiziert.

Ehrenamtliche werden immer gesucht

Bedarf bestehe auch über die sehr gut laufende Spendenaktion hinaus, hoffen Wagner-Borgstäd und ihre Kollegin Petra Meyer auf versierte Unterstützer: „Ehrenamtliche Helfer für handwerkliche Aufgaben benötigen wir auf unserem 5000 Quadratmeter großen Gelände immer. Eine Dachreparatur ist zum Beispiel dringend nötig, auch kleinere Arbeiten an Schlössern und am Holz der Zwinger stehen an.“ Baum- und Grünschnitt verlängern die Liste ebenfalls.

Ohne Leerlauf nehmen Ehrenamtliche und Bewohner die Geld- und Sachspenden weiter an. Ein „Gelber Sack“, gefüllt mit Decken und Handtüchern, wird dem Tierheim an der Blücherstraße 20a übergeben. Dort werden derzeit Vögel, Hasen, eine Schildkröte und vier ältere Hunde versorgt. Im Sommer steigen die Zahlen der Erfahrung nach deutlich an. Für die Vierbeiner wünsche man sich erfahrene Halter, die „die Hunde gerne erst kennenlernen und Vertrauen zu ihnen aufbauen können“.

Durch einen geplanten „Hundebesuchsdienst“ von Petra Meyer sollen Tierheim und Pflegewohnstift künftig weiter vernetzt werden.

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