Dreharbeiten

Sönke Wortmann ist der Star am Set von "Sommerfest"

Sönke Wortmann mit Hauptdarsteller Lucas Gregorowicz (rechts).

Sönke Wortmann mit Hauptdarsteller Lucas Gregorowicz (rechts).

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum-Wattenscheid.  Die Verfilmung des Romans „Sommerfest“ von Frank Goosen läuft auf Hochtouren. Gedreht wurde an mehreren Stationen in Bochum und Wattenscheid.

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Sönke Wortmann ist der Star. In der Drehpause schreibt er bereitwillig Autogramme, Jung und Alt stehen an. Ist halt was Besonderes, den Regisseur mal hautnah zu erleben. Bei den Dreharbeiten für den Kinofilm „Sommerfest“ – die Vorlage liefert der gleichnamige Roman von Frank Goosen – ist Ruhrgebietskulisse gefragt. Am Montag und Dienstag wurden Szenen in Wattenscheid gedreht: Über 160 Komparsen und das Produktionsteam füllten den Sportplatz von Schwarz-Weiß Wattenscheid 08 an der Dickebankstraße mit Leben.

„Ein guter Drehort: gemütliches Vereinsheim, Imbiss-Stand, Stimmung auf den Stehrängen, im Hintergrund Industriekulisse“, sagt Wortmann. Die Kamera ist gerichtet auf Spielszenen auf dem Rasen, schwenkt dann auf die Zuschauer, jubelnde Fans, Pfiffe nach einem ganz üblen Foul, Fest-Stimmung. Die Spieler sind „echte Fußballer“, u.a. von Schwarz-Weiß Wattenscheid. Auch Görkem Saglam vom VfL Bochum und Nico Buckmaier von Wattenscheid 09 sind dabei. Auf der Trainerbank sitzen mit Dittmar Jacobi und Peter Krause zwei Fußballstrategen.

Viele Drehorte in Bochum und Wattenscheid

Die Heimatgeschichte, in der Protagonist Stefan (gespielt von Lucas Gregorowicz, u.a. „Lammbock“ und „Die Pilgerin“) aus München in seine Bochumer Heimat zurückkehrt, in alten Erinnerungen schwelgt und alte Bekannte trifft, wird seit Mitte Mai von Sönke Wortmann (u.a. „Das Wunder von Bern“ und „Deutschland: Ein Sommermärchen“) in Köln, Hagen und Mülheim gedreht. Und vor allem in Bochum: Orte waren u.a. der Bismarckturm, ein Imbiss in Langendreer, die Kneipe „Bürgerkrug“ in Wattenscheid, Zeche Hannover, Kemnader See, der Friedhof Hordel. Inspirationen hatten sich Sönke Wortmann und „Lokalmatador“ Frank Goosen auf einer Recherche-Reise durch Bochum geholt und reviertypische, für den Film passende Ecken ausgewählt.

Den 2012 erschienenen Goosen-Roman hatte Sönke Wortmann vor gut zwei Jahren gelesen. „Ich war begeistert. Schnell kam die Idee auf, das Buch zu verfilmen.“ Er nahm Kontakt zu Frank Goosen auf, die Chemie stimmte zwischen den beiden. Im Sommer 2017 kommt der Film in die Kinos.

Auch Sportplatz als Kulisse

Vor zwei Wochen kam die Anfrage an den Landesligisten SW Wattenscheid 08, dort zu drehen. Letzte Station in Bochum. Der Verein – er heißt im Film Spielvereinigung 08 – machte begeistert mit. Einige Vorbereitungen auf der Sportanlage waren nötig. „Das ist schon was Besonderes, und das dann später im Kino zu sehen“, so SW-Geschäftsführer Dittmar Jacobi, der sich extra einige Tage Urlaub genommen hat. „Das alles hat sich gelohnt.“

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