Kirche am Ort

So feiert man in der Familie auch nach 40 Jahren noch

Wozu Zeitungen von gestern so gut sind: Grace lässt sich von Jenny Gawe einen praktischen Sonnenhut anpassen und verzieren.Fotos: Uli Komann

Wozu Zeitungen von gestern so gut sind: Grace lässt sich von Jenny Gawe einen praktischen Sonnenhut anpassen und verzieren.Fotos: Uli Komann

Wattenscheid.  Kolping Westenfeld kann am Standort St. Nikolaus auf eine reiche Geschichte zurückblicken. Geselliger Gemeindetag im Schatten der „Maggi“-Kirche.

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Wie zu Hause: Es muss ja nicht auf den Tag genau der 4. Juni sein, Hauptsache, die Familie ist mal wieder zusammen. Das kann die Kolpingsfamilie Westenfeld seit 40 Jahren, und nach eben diesen vier Jahrzehnten wurde der „Geburtstag“ nachgefeiert. „Im Mai waren so viele Feiertage, dann kam das Stadtfest in Wattenscheid, und bald ist Fußball-WM, da haben wir uns einfach dazwischen gesetzt“, erklärt Petra Zoche schmunzelnd.

Kinder-Jux-Olympiade und Trödelmarkt

Um die Vorsitzende der Kolpingsfamilie herum wuselt es kräftig im Schatten der „Maggi-Kirche“ St. Nikolaus, es ist Familientag, die Bänke stehen noch vom gemütlichen Dämmerschoppen am Abend davor. Auch für den eher besinnlichen Sonntag ist das Motto ausgegeben, „wer kommt, der kommt“, ein großartig offizielles Programm ist nicht geplant. „Eben einfach für die Mitglieder und die Leute hier aus der Nachbarschaft, alle, die sich schon so lange engagieren“, meint Zoche. Überhaupt, die eigenen Leute, und die Nachbarn. Die Kolpingbrüder und -schwestern pflegen die Freundschaften, wie zum SV Westenfeld und zum SV Höntrop, unter anderem. Die beiden Fußballclubs sind selbstverständlich an diesem Festwochenende mit dabei, managen den Getränkewagen. „Die haben wir schon regelrecht adoptiert“, kommentiert „Pe“ Zoche, bevor sie schon wieder los muss, bei der Kinder-Jux-Olympiade für Nachschub sorgen oder auf dem Trödelmarkt nachsehen.

Gruppen und Initiativen

Mit dabei am Eröffnungsabend war auch der Männergesangverein „Glückauf“ Höntrop, ebenso selbstverständlich. Im Gemeindezentrum ist immer noch Betrieb, obwohl das markante Gotteshaus mit dem Zwiebelturm nicht mehr als Predigstätte dient. „Trotzdem noch unsere Heimat“, unterstreicht die Vorsitzende. Und die Gruppen und Initiativen aus der Nachbarschaft kommen gern, die Räume an der Stichstraße in Westenfeld sind gefragt für Vereine, für allein drei Tanzkurse, sogar speziell für Heiratswillige und den obligatorischen Eröffnungswalzer.

Die 250 Mitglieder der Kolpingsfamilie sind seit dem ersten Tag mit dem orangen Rundbrief über die Aktivitäten informiert worden, inzwischen in der Großgemeinde nicht mehr ganz so häufig und nicht über „jede Katzenkirmes“.

Mehrgenerationenreisen

Aber zum Beispiel über die längst etablierten Mehrgenerationenreisen auf die grüne Insel Irland zum Erlebnisbauernhof, extra mit einem richtig alten Reisebus, denn „wer da abends keinen Schlamm an den Stiefeln hat, kommt nicht rein“, plaudert Petra Zoche aus dem Nähkästchen. Nicht reingekommen ist natürlich noch niemand, die Touren sind legendär.

Und zeigen die Lebendigkeit der Gemeinschaft.

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