Politik vor Ort

Schüler sind gespannt auf die Premiere der „Juniorwahl“

Luca Failla, Linus Nutt, Steffen Lehnhardt, Sina Specht, Paul Langosch und Leonie Wiegandt (v.l.) mit den Benachrichtigungen für die Juniorwahl. Foto:Bennemann

Luca Failla, Linus Nutt, Steffen Lehnhardt, Sina Specht, Paul Langosch und Leonie Wiegandt (v.l.) mit den Benachrichtigungen für die Juniorwahl. Foto:Bennemann

wattenscheid.   Jugendliche der „Märkischen“ bereiten sich auf ihre aktive demokratische Willensbildung vor. „Wahl-O-Mat“ auch außerhalb der Schulzeiten.

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Unter dem Motto „Du bist Demokratie – Mach den ersten Schritt!“ kommt der „Demokratie-Bus“ der Landeszentrale für politische Bildung NRW zum Märkischen Gymnasium. Wesentlicher Bestandteil vor der Bundestagswahl wird der „Wahl-O-Mat zum Aufkleben“ am Montag, 11. September, von 9.45 bis 13.30 Uhr sein.

„Außerhalb des Schulbetriebs können außerdem alle Interessierten das Angebot ausprobieren“, lädt der betreuende Lehrer Torben Bennemann ein.

Interessierte Gäste willkommen

Dabei werden die Fragen des Wahl-O-Maten nicht am Computer beantwortet, sondern durch Klebepunkte auf Plakaten. Die Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt dazu: „Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat. Seitdem wurde das interaktive Tool über 50 Millionen Mal gespielt. Zur Europawahl 2014 hat die Bundeszentrale für politische Bildung den Wahl-O-Mat zum Aufkleben entwickelt. Er funktioniert wie ein Lochkartensystem. Die Nutzer können gemeinsam die Thesen besprechen und ihre Zustimmung oder Ablehnung durch das Anbringen von kleinen Aufklebern zeigen. Am Ende bekommen sie ein Wahl-O-Mat-Ergebnis digital errechnet und ausgedruckt.“ Neben dem Wahl-O-Mat zum Aufkleben beinhaltet die „Demokratie leben-Tour“ der Landeszentrale noch weitere Aktionen, wie die „Demokratie-Burg“, bei der Wesensaspekte der Demokratie herausgearbeitet werden.

Mittlerweile nutzen immer mehr noch unentschlossene Wähler dieses Angebot zur Information über die Programme der Parteien. Beim Wahl-O-Mat zum Aufkleben können nun auch die Thesen diskutiert und erste Urteile hinterfragt und überprüft werden.

Demokratie im Detail

Im Rahmen des Demokratielernens sollen Schülerinnen und Schüler den Demokratiebegriff kennenlernen und die Bedeutung der Wesensaspekte bewerten. Dazu gehören auch die Wahlen, auch wenn sie selbst noch nicht an der anstehenden Bundestagswahl teilnehmen können. „Deshalb wird die Märkische Schule auch an der Juniorwahl zur Bundestagswahl teilnehmen“, schildert Bennemann.

Interessen an der Politik

Auf ihrer Homepage erläutert die Schule dazu: „Hauptziel der Juniorwahl ist, einen Beitrag zur politischen Sozialisation von Jugendlichen zu leisten. Das Projekt möchte sie an Prozesse der demokratischen Willensbildung heranführen und sie auf ihre Teilhabe und Mitarbeit innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik vorbereiten.“ Der Meinungsbildungsprozess, das Einüben Entscheidungen zu treffen und sich eine Meinung zu bilden, stehe im Vordergrund. Wahlbeteiligung werde als Schritt zur umfassenderen politischen Beteiligung verstanden. Die Beteiligung junger Menschen in der Demokratie solle auch über Wahlen hinaus wachsen, indem das Interesse am politischen Geschehen gefördert werde.

Verantwortung und Mitarbeit

Die Juniorwahl möchte die junge Generation zu demokratischer Verantwortung und selbstverständlichen Teilhabe ermutigen. Sie soll einen Einblick in die Durchführung von Wahlen erhalten und als Wahlhelfer selbst organisieren. Die „möglichst realitätsnahe Durchführung der Wahl“ sei unmittelbares organisatorisches Ziel der Juniorwahl.

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