Voedestrasse

Schüler helfen mit bei dem Bauprojekt in Wattenscheid

Der Bau des Unterstandes auf dem Freigelände an der Swidbertstraße für das Projekt „Klassenzimmer für alle“ ist am  Freitag gestartet.

Der Bau des Unterstandes auf dem Freigelände an der Swidbertstraße für das Projekt „Klassenzimmer für alle“ ist am Freitag gestartet.

Foto: Gero Helm

Wattenscheid-Mitte.   Der Unterstand auf dem Brachgelände neben der Liselotte-Rauner-Schule nimmt Gestalt an. Die Projektgemeinschaft freut sich noch auf Anregungen.

In alle Richtungen offen und nach oben schon einmal dicht präsentiert sich der Unterstand auf der Brachfläche an der Swidbertstraße nach einem gemeinschaftlichen „Anpacken“.

Nachdem einige Tage zuvor die Fundamente für die massiven Eckpfosten gesetzt wurden und inzwischen durchgehärtet sind, ging es nun an den Oberbau. Eine gewisse praktische „Hemdsärmeligkeit“ zeigt sich bei der Ausführung des Projektes „Klassenzimmer für alle“. Denn beim Schulverwaltungsamt erinnerte sich die Sachbearbeiterin Sandra Griwatz etwa daran, dass von anderen Baumaßnahmen übrig geblieben noch irgendwo Arbeitshandschuhe liegen mussten. Gerade recht, um bei der ersten „Urbar“-Machung vor den Disteln zu schützen, die wie der restliche Wildwuchs auf der Brachfläche gejätet wurden.

Schüler können sich einbringen

Und Hausmeister Christian Börner wusste, dass in der Liselotte-Rauner-Schule noch OSB-Spanplatten verfügbar sein mussten, die nun in Form gebracht für die Abdeckung des Unterstandes verbaut wurden.

Die Technischen Dienste der Stadtverwaltung hatten dann noch einmal „kurz mit ‘nem Bagger“ den Boden glattgezogen, damit Bauunternehmer Marco Radzanowski mit den Hauptschülern die Punktfundamente exakt anlegen konnte.

Ungewöhnlich schon das Vorgehen der Schulverwaltung: Denn da noch nicht sicher feststeht, was mit der Fläche geschehen soll, ist diese provisorische Nutzung für einen überdachten Pausenunterstand ganz gern gesehen. „Die Schüler können sich einbringen, eigene Ideen entfalten,“ meint Griwatz beim Blick auf die Bauarbeiten. Und sie werden sicherlich auch anschließend ein besonderes Auge auf „ihr“ Werk haben.

Auch Grillecke ist möglich

Ob zunächst noch eine Folie ausgelegt wird, um Bewuchs zu unterdrücken, ist noch nicht geklärt, aber eine Lkw-Ladung Rindenmulch soll auf jeden Fall verteilt werden. „Und dann sind wir dankbar für Anregungen", erklärt Projektleiter und Raumplaner Florian Heinkel. „Vielleicht Hochbeete, Sitzmöglichkeiten aus Palettenholz, eine Grillecke oder künstlerisch-kreative Gestaltung.“ Gut 750 Quadratmeter in zentraler Lage bieten da reichlich Möglichkeiten, um den Begriff „Raumexperiment“ mit handgreiflichen Inhalten zu füllen.

Daran kann sich zeigen, wie Theorie der Stadtplanung mit der Praxis und dem Alltag der Menschen vor Ort zu verbinden ist.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben