Schüler haben ihr eigenes Parlament gewählt

Die Bundestagswahl sorgte für ein politisches Beben in der Republik. Die beiden Volksparteien CDU und SPD müssen deutliche Stimmeinbußen verkraften. Die große Koalition ist laut Aussage des „Juniorpartners“ Geschichte, ob der Reiseweg nach „Jamaika“ (CDU, FDP, Die Grünen) frei ist, werden die nächsten Wochen zeigen müssen. Der Aufstieg der AfD zur drittstärksten Partei überschattete den Urnengang.

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Die Bundestagswahl sorgte für ein politisches Beben in der Republik. Die beiden Volksparteien CDU und SPD müssen deutliche Stimmeinbußen verkraften. Die große Koalition ist laut Aussage des „Juniorpartners“ Geschichte, ob der Reiseweg nach „Jamaika“ (CDU, FDP, Die Grünen) frei ist, werden die nächsten Wochen zeigen müssen. Der Aufstieg der AfD zur drittstärksten Partei überschattete den Urnengang.

Dass Politik nicht nur für Gewohnheitswähler gemacht wird, sondern Grundsteine für die Zukunft legen soll, zeigte sich an der Märkischen Schule. Am Gymnasium wurde eine eigene „Juniorwahl“ durchgeführt und erörtert, welche Themen innerhalb der Schülerschaft als besonders wichtig erachtet werden.

Keine Unterschiede ergaben sich beim Erststimmenergebnis: Axel Schäfer (SPD) setzte sich mit 29,4 Prozent gegen seine Kontrahenten durch.

Deutlich anders votierten die Gymnasiasten mit ihren Zweitstimmen. Zwar wäre auch diese Auszählung eine herbe Enttäuschung für die Volksparteien gewesen; die Korken hätten jedoch nicht rechtsaußen geknallt, sondern einen grünen Anstrich erhalten. Bündnis 90/Die Grünen überzeugten mit 22,9 Prozent die meisten Wähler. Dann erst folgen SPD (21,2) und CDU (17,8). Auch bei den Schülern würden AfD (8,9), FDP (6,2) und Die Linke (6) in den Bundestag einziehen, wenn auch mit weniger Einfluss. Zusätzlich übersprang „Die Partei“ knapp die Fünf-Prozent-Hürde.

Erklärungen für den Wahlausgang liefert die Themengewichtung, die vorab durchgeführt wurde. Lehrer Torben Bennemann (Fachvorsitzender Politik/Sozialwissenschaften) berichtet: „Mehrheitlich sprachen sich die Schüler für den Ausbau erneuerbarer Energien, mehr sozialen Wohnungsbau und eine stärkere Zusammenarbeit innerhalb der EU aus. Die Verstaatlichung von Banken und der weitere Abbau von Braunkohle wurden mehrheitlich abgelehnt.“ Keine eindeutigen Tendenzen habe es bei den Themen „Beibehaltung Frauenquote“, „Einführung Vermögenssteuer“ und „Tempolimit auf Autobahnen“ gegeben.

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