„Unterstütz.Punkte“

Schon 13 Ladenlokale bieten Passanten Hilfe im Notfall an

Die Quartierswerkstatt macht sich stark für „Unterstütz.Punkte“: (v.l.) Nadine Urlacher (Koordinatorin), Hella Burgiss, Gisela Cap, Doris Lapp, Ursula Sieg, Johannes Bielawa (Seniorenbüro) und Reimund Stötzel.

Foto: Olaf Ziegler

Die Quartierswerkstatt macht sich stark für „Unterstütz.Punkte“: (v.l.) Nadine Urlacher (Koordinatorin), Hella Burgiss, Gisela Cap, Doris Lapp, Ursula Sieg, Johannes Bielawa (Seniorenbüro) und Reimund Stötzel. Foto: Olaf Ziegler

  „Unterstütz.Punkte“-Aktion weitet sich aus. Geschäftsinhaber bieten Passanten eine Anlaufstelle. Konzept-Anfragen jetzt auch aus Bochum.

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Zuerst war es eine Idee. Engagierte Senioren haben vorgeschlagen, Geschäftsleute in der Innenstadt zu befragen, ob sie ihr Ladenlokal als Anlaufstelle im Notfall ausweisen möchten. „Unterstütz.Punkte“ heißen – kurz und knapp – die Aktion und auch das Logo. Sie funktioniert ähnlich wie die längst etablierte „Notinsel“ für Kinder. Anfang September sind die älteren Herrschaften in die Innenstadt ausgeschwärmt und haben verschiedene Geschäftsleute gefragt, ob sie sich an der Aktion beteiligen wollen. Stand gestern: 13 Geschäfte und Institutionen machen mit. Folgendes Szenario haben die Senioren geschildert: Plötzlich wird einem übel, man braucht ein Glas Wasser, fühlt sich verfolgt von einer Person oder muss dringend zur Toilette. Diese Situationen kennen nicht nur ältere Menschen.

Ein Smiley-Gesicht in Wattenscheider Farben

Die Quartierswerkstatt Wattenscheid-Mitte und das Seniorenbüro hatten diese Idee im September aufgegriffen und zusammen mit den Senioren umgesetzt. Um Geschäftsleute für die Aktion zu gewinnen, besuchten die Senioren einige, vor allem inhabergeführte Ladenlokale und überreichten den Geschäftsleuten Frage- und Rückmeldebogen sowie das Logo – ein freundlich winkendes Smiley-Gesicht in Wattenscheider Farben – als Aufkleber für die Ladeneingangstür. Damit wissen Passanten, dass sie hier Hilfe finden.

Logo auf den Türen

Das Smiley-Logo klebt jetzt bereits auf den Türen der Stadtbücherei im Gertrudiscenter, der am Café BelMar, Alter Markt, am Café-Stübchen, Westenfelder Straße 8, beim Friseur Alanya, Oststraße 14, Haarstudio Taschke, August-Bebel-Platz 10, Hörakustik Brasgalla, Westenfelder Straße 18, Podologische Praxis Eichhöfer, August-Bebel-Platz 4, Reformhaus Blank, Oststraße 7, Sanitätshaus Ilse, August-Bebel-Platz 12, Schuhboutique Küpper, Hochstraße 21, Rathaus Wattenscheid, Friedrich-Ebert-Straße 7, Stadtteilbüro Soziale Stadt Wattenscheid, Westenfelder Straße 1 und natürlich am Caritas-Zentrum, Propst-Hellmich-Promenade 29, wo Quartierswerkstatt und Seniorenbüro sitzen.

Gute Resonanz

Nadine Urlacher, Koordinatorin des Projekts „Altengerechte Quartiere“ ist ganz angetan von der Resonanz der Geschäftsleute. „Wir haben sogar noch einige Adressen von Interessierten auf dem Tisch liegen. Sie überlegen sich gerade noch, ob sie auch mitmachen. Hier haben wir noch keine feste Zusage.“, so Urlacher gestern auf WAZ-Anfrage. Wünschenswert wäre, wenn sich auch Geschäfte aus dem Umfeld der City beteiligen würden.

Mittlerweile zieht die „Unterstütz.Punkte“-Aktion Kreise

Nun sei die Aktion ja auch interessant für die Geschäftsleute, denn „sie machen sich damit noch bekannter. Und sicherlich kauft auch ein Kunde, der das Geschäft im Notfall aufsucht, das ein oder andere Teil.“

Mittlerweile zieht die „Unterstütz.Punkte“-Aktion Kreise. Das Seniorenbüro Bochum-Mitte habe schon das Konzept angefordert. Und auch im Stadtteil Hofstede gebe es Interesse.

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