Kunstwettbewerb

Realschüler wollen drei Müllautos in Bochum bunt gestalten

Bochum „ein bisschen schöner“ präsentiert Eliza (14). Die Klasse 8b nimmt am stadtweiten „Projektwettbewerb Fahrzeuggestaltung“ des USB Bochum teil.

Bochum „ein bisschen schöner“ präsentiert Eliza (14). Die Klasse 8b nimmt am stadtweiten „Projektwettbewerb Fahrzeuggestaltung“ des USB Bochum teil.

Foto: Gero Helm

Wattenscheid-Mitte.   Der Umweltservice Bochum veranstaltet Kunstwettbewerb für Schulen zum Jubiläumsjahr 2020. Pestalozzi-Realschüler setzen die Vorgaben kreativ um.

Farbenprächtig zieht sich der Blütenstreif geschwungen und diagonal über die weiße DIN-A2-Seite. „Clean“, zu deutsch „sauber“, steht in Großbuchstaben in der Mitte des Werkes. Leonie (13) setzt den Filzstift wieder an, lässt neue Pflanzen entstehen. Die Klasse 8b der Pestalozzi-Realschule beteiligt sich im Rahmen des Kunstunterrichtes am „Projektwettbewerb Fahrzeuggestaltung“ des USB (Umweltservice Bochum) und findet viele, ganz unterschiedliche, meist persönliche Wege der Umsetzung.

Den drei kreativsten Klassen winkt ein Preisgeld

2020 stehen zwei Jubiläen im Sinne der Sauberkeit an. 120-jähriges Bestehen feiert die Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Bochum, auf 25 Jahre kommt der USB. Das soll sichtbar sein. Auf den Straßen – natürlich. Aber auch auf Fahrzeugen, erklärt Sarina Bühmann von der USB-Unternehmenskommunikation: „Drei Müllautos werden mit den Werken der Schüler – in ganz Bochum beteiligen sich rund 1500 von 30 Schulen am Wettbewerb – gestaltet und beklebt. Diese fahren dann im Jahr 2020 während der Jubiläen durch die gesamte Stadt.“ Den drei kreativsten Klassen oder AGs winkt ein Preisgeld von je 1000 Euro.

Anreiz ist also geschaffen, Pinsel und Stifte zu zücken und sich Gedanken rund ums Thema Sauberkeit in Wattenscheid und Bochum zu machen. „Eine Mülltonne, in der schon Abfall ist und in die ein Mensch noch mehr Müll hinein wirft“, hat sich Vivien (14) als Motiv ausgedacht. Dazu nutzt die Schülerin Bunt- und Filzstifte.

Schülerin zeichnet saubere Stadt

Für die 14-Jährige bekanntes Terrain: „Ich male sehr viel zuhause, zum Beispiel Mandalas, zeichne aber auch meinen Wellensittich.“ Auch Eliza (14) lässt ihrer Kreativität freien Lauf und blickt dabei bereits ein Stück in die Zukunft: „Ich zeichne eine Ansicht Bochums, allerdings ein bisschen schöner, als es aktuell ist und so, wie es sein soll.“ Auch sie sei sehr kunstinteressiert, erzählt Eliza: „Das Projekt ist sehr cool, Kunst macht immer Spaß. Zuhause male ich auch mit Acryl und Wasserfarben.“

Seit Mitte März arbeitet die Klasse 8b an ihren Werken. Kunstlehrerin Dagmar Witt: „Wir haben besprochen, was der USB macht und erste Entwürfe erstellt. Schnell ging es um die Verschmutzung der Meere, Wälder und der Städte.“ Wo viele Leute seien, „fällt viel Müll an. Alles sauber zu halten, ist leider eine Herkules-Aufgabe, so dass wir das Projekt unter den Titel ,Superhelden im Großstadtdschungel’ gestellt haben.“

Die Jury entscheidet

Wie der übergeordnete Titel jeweils umgesetzt werde, habe man bewusst offen gelassen, so Witt: „Die Jugendlichen lassen ganz persönliche Gedanken einfließen, ein Schüler hat zudem das Thema ,Perspektive’ für sein Bild aufgegriffen. Auch die Materialien sind frei wählbar.“

Ende Mai, schätzt die Lehrerin, sei das Projekt abgeschlossen. Ob die Werke der 8b im nächsten Jahr Sammelfahrzeuge schmücken, entscheidet im Anschluss eine Jury.

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