Radschnellweg

Radschnellweg führt in Wattenscheid komplett über Bahntrasse

Baustart im Gebiet Wattenscheid für den Radschnellweg

Baustart im Gebiet Wattenscheid für den Radschnellweg

Foto: Blossey

Wattenscheid.   Gleisstrecke der alten Rheinbahn wird vom Güterbahnhof Ückendorf bis zur Darpestraße genutzt. RS1 ist in Wattenscheid auf 3,2 km Länge geplant.

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Noch gibt es den Radschnellweg 1 (RS1) nur auf dem Reißbrett. Das soll sich im nächsten, spätestens übernächsten Jahr ändern. Die Wattenscheider Strecke verläuft komplett über die Trasse der alten Rheinbahn – zwischen Ückendorfer Straße an der Stadtgrenze Gelsenkirchen bis hin zur Darpestraße, Nähe Auffahrt zur A 40. Die Arbeiten sollen spätestens 2020 ab dem altem Güterbahnhof, hinter dem Watermanns Weg gelegen, starten.

„Noch sind wir in der Planungsphase“, sagt Katja Hüskes, Projektleiterin für den Radschnellweg bei der Stadt Bochum. „Aber klar ist, dass der RS1 auf Wattenscheider Gebiet ausschließlich über die alte Gleisstrecke verlaufen wird.“ Die Streckenlänge beträgt in Wattenscheid 3,2 Kilometer, in der Gesamtstadt 17 Kilometer. Die Projektleitung spricht hier vom Bauabschnitt BA-A1. Und der werde, so Hüskes, quasi in einem durchgebaut, aus einem Guss erstellt.

Vorgaben müssen genau eingehalten werden

Dabei sind genaue Vorgaben, also Standards, einzuhalten, die für den gesamten Radschnellweg zwischen Duisburg und Dortmund gelten. Hüskes: „Die Trasse für die Radfahrer wird vier Meter breit angelegt, gedacht für beide Richtungsverkehre.“ Ein 30 Zentimeter breiter Streifen trennt den zwei Meter breiten Fußgängerweg von der Radfahrstrecke ab. Die gesamte Strecke bekommt eine asphaltierte Decke für entsprechenden Fahrkomfort. Die Schienen, so die Projektleiterin, werden herausgenommen, die Trasse auf das verbleibende Schotterbett aufgesetzt.

Eine Menge an Vorarbeiten ist nötig, bevor der eigentliche Bau beginnen kann. Mal abgesehen von allen planerischen Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, „werden wir jetzt den Gleisverlauf genau sichten. Dazu müssen Brombeersträucher und sonstiges wucherndes Gestrüpp teils entfernt werden. Bäume werden nicht gerodet. Wir müssen eine Begehbarkeit der Strecke herstellen, um konkret planen zu können“, so Hüskes. Und warnt damit auch schon die Anwohner vor, „damit sich niemand wundert, warum hier plötzlich alte Hecken entfernt werden“. Die Arbeiten werden zwischen November und Februar erfolgen. Gleichfalls im November ist eine öffentliche Bürgerversammlung vorgesehen. Hier will das bei der Stadt angesiedelte Projektteam gemeinsam mit Straßen-NRW, den eigentlichen Bauherren des RS1, Bürger und Anwohner über die Planungen und den Stand der Dinge des Radschnellwegs informieren.

Eine Kreuzung der bestehenden Erzbahntrasse wird es nicht geben, dafür aber mehrere Anschlussmöglichkeiten und ab der Darpestraße einen direkten Zugang.

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