Dückerweg

Polizei will Tuner am „Carfreitag“ massiv kontrollieren

Die Polizei kündigt massive Kontrollen an.

Foto: Gero Helm

Die Polizei kündigt massive Kontrollen an. Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Mit massiven Kontrollen will die Polizei beim „Carfreitag“ Raser stoppen und nicht zugelassene Fahrzeuge aus dem Verkehr ziehen.

Alle Jahre wieder trifft sich die Autotuning-Szene am sogenannten Carfreitag am Dückerweg, um mit tiefergelegten Wagen, markanten Lackierungen und lautstarken Musikanlagen für Aufsehen zu sorgen. Immer wieder kommt es dabei auf dem Gelände in A40-Nähe und in den Zufahrtsstraßen zu Verkehrsverstößen, die Anwohner sind am stillen Karfreitag regelmäßig genervt.

Anwohner genervt

In einigen Städten wurden solche Tuningtreffen verboten, die Flächen gesperrt. In Bochum erwartet die Polizei am Dückerweg erneut hunderte Tuningfans, die sich das Spektakel anschauen oder dabei mitmachen. Viele Motoren und Musikanlagen sind dabei nicht zu überhören. Garniert wird alles mit Ehrenrunden auf dem Gelände und angrenzenden Straßen.

„Wir sind wieder wie in den Vorjahren mit zahlreichen Beamten und einer Kontrollstation vor Ort im Einsatz“, erklärt Polizeisprecher Volker Schütte. „Wir stehen natürlich auf dem Gelände selbst, aber auch in den Zufahrtstrecken. Auch auf der Autobahn sind wir präsent.“

Tiefer, lauter, breiter

In der näheren Umgebung des Treffens wird also ebenfalls intensiv kontrolliert, um Präsenz zu zeigen, Raser zu stoppen und schon im Vorfeld auffällige Fahrer und Fahrzeuge bei Bedarf aus dem Verkehr zu ziehen. Das Wetter im Vorjahr war regnerisch und kühl, trotzdem zählte die Polizei immerhin rund 500 Fahrzeuge im Bereich von Schnellimbiss, Autozubehörhandel sowie Autobahnzu- und Abfahrt Dückerweg.

"Carfreitag" in Bochum

Die Polizei kontrolliert zahlreiche getunte Autos in Bochum und Wattenscheid am "Carfreitag".
"Carfreitag" in Bochum

Schütte: „80 Autos wurden damals intensiv kontrolliert. Es gab 33 Verstöße.“ Bei gravierenden Problemen kann das Fahrzeug direkt stillgelegt werden, wenn sie zu laut, zu breit oder zu tief gelegt sind.

Auch Raser unterwegs

Die Spitzenreiter damals bei Tempoverstößen: 150 km/h, wo 80 erlaubt und noch einmal 156 km/h, wo nur 100 vorgeschrieben waren. Auf dem bei Tunern beliebten Teilstück der Fritz-Reuter-Straße zwischen Bahnhof- und Westenfelder Straße – dort galt im Vorjahr erstmals Tempo 30 – verzeichnete die Polizei eine Ordnungswidrigkeit und einige Verwarnungen.

Volker Schütte erklärt, dass dies keine organisierte Veranstaltung sei, vielmehr wisse die Tuningszene um den Termin, Verabredungen erfolgen meistens über die sozialen Medien.

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