Soziale Stadt

Patenschaften unterstützen Familien auf ganzer Ebene

Familienpatin Jihan Khodr (SKFM) berät junge Mütter und Familien in Wattenscheid.

Familienpatin Jihan Khodr (SKFM) berät junge Mütter und Familien in Wattenscheid.

Foto: Kerstin Buchwieser

Wattenscheid.   Kostenloses Projekt begleitet und stärkt Entwicklung von Kindern. Angebot wird über die „Soziale Stadt“ gefördert und vom SKFM durchgeführt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Familien in der Gründungsphase unterstützen, Unsicherheiten beheben und Strukturen schaffen, um somit die Entwicklung der Kinder zu stärken und zu fördern. Das machen sich in Wattenscheid professionelle Familienpatinnen und ein Väterprojekt gemeinsam zur Aufgabe. Über die „Soziale Stadt Wattenscheid“ wurde nun ein kostenloses Projekt samt finanzieller Förderung bis Ende 2019 bewilligt.

Starke Quartiere benötigen starke Menschen, so lautet das Credo der „Familienpatenschaften in Wattenscheid“. Im Rahmen der Sozialen Stadt ziehen der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) Wattenscheid und das Jugendamt an einem Strang. Das beratende und begleitende Angebot gibt Wattenscheider Familien, schwerpunktmäßig aus dem Bereich „Mitte“ und in belasteten Lebenssituationen, eine Vielzahl von Hilfen an die Hand.

Hilfen in (fast) allen Lebenslagen

Jihan Khodr (SKFM) ist eine der Familienpatinnen und umreißt ihr Aufgabenfeld: „Wir vereinbaren ein erstes Treffen, gehen zu den Familien und finden manchmal einige Baustellen auf einmal. Das reicht von Fragen zu Kindergarten und Schule über ärztliche Untersuchungen, Übersetzungen bis hin zu rechtlichen Anliegen.“ Die Patinnen stellen gemeinsam mit den Familien Finanz- und Haushaltspläne auf, geben Tipps zu Einkäufen und zum gesunden Kochen.

Ebenfalls wichtig, wie alle Projektpartner hervorheben: Das Angebot soll als Bindeglied Ängste und Vorbehalte vor Ämtern und Behörden nehmen, im Idealfall präventiv wirken und Fälle für die Jugendhilfe vermeiden. So sind auch Frauen- und Kinderrechte zwei essenzielle Themen.

Eltern besser rüsten

Stadtteilmanagerin Daniela Schaefers bringt den Ansatz auf den Punkt: „Wir möchten Netzwerkarbeit leisten, zeigen, welche Angebote im Sozialraum vorhanden sind.“ Und das möglichst frühzeitig, wie Petra Keuthage von der Schwangerschaftsberatung des SKFM hinzufügt: „Durch die Patinnen sind die Eltern besser gerüstet, um auch in späteren Entwicklungsphasen mit Problemen umgehen zu können.“ Bei der Gesundheit von Kindern gehe es neben dem Körperlichen auch um „die psychische Entwicklung und Bildung“, um ihre Bedürfnisse.

Väter stärken

Damit Vertrauen nicht nur mütterlicherseits aufgebaut wird, sensibilisiert und berät Sebastian Flack (SKFM) die männlichen Eltern im Väterprojekt: „So möchten wir die frühkindliche Bindung zwischen Vater und Kind stärken.“

Die Beratungszahlen verdeutlichen den Bedarf: 27 Familien werden bereits intensiv betreut, weitere 15 erhalten kurzzeitige Hilfen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben