Grundschule Bertramstraße

Neues Wohnprojekt kann alte Grundschule in Leithe beleben

Das Gebäude „Offener Ganztag“ (vorne) und im Hintergrund die ehemalige Grundschule Bertramstraße. Foto:Klaus Pollkläsener

Das Gebäude „Offener Ganztag“ (vorne) und im Hintergrund die ehemalige Grundschule Bertramstraße. Foto:Klaus Pollkläsener

  Stadt will Interessenbekundungsverfahren für Grundstück und Gebäude an Bertramstraße in Leithe starten. Geeignet für alternative Wohnprojekte.

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Für die ehemalige Grundschule Bertramstraße in Leithe könnte es bald Ideen für neue Nutzungen geben. Das teilt SPD-Ratsmitglied Burkart Jentsch mit. „Ab Mitte Februar sind Investoren und ihre Vorschläge gefragt“, so Jentsch. Und: „Für mich steht die Wiederbelebung an der Bertramstraße an erster Stelle.“

Das Grundstück und auch das Schulgebäude hätten viel Potenzial für unterschiedliche Wohnformen. „Hier in Leithe ist einiges vorstellbar an neuen Wohnkonzepten. Ich bin deshalb sehr gespannt, welche Ideen Bauherren oder Wohnungsbaugenossenschaften entwickeln werden“, erklärt Jentsch.

Ideen sind gefragt

Die Verwaltung will für das Grundstück Bertramstraße ein Interessenbekundungsverfahrendurchführen. Das alte Schulgebäude soll grundsätzlich erhalten bleiben und mit eingeplant werden. Bei dem Verfahren komme es in erster Linie auf die Ideen an. Allerdings rechne die Stadt auch mit Geld. Laut Jentsch liegen die Erwartungen bei 600 000 Euro.

Zwei Monate lang Zeit

Ab Mitte Februar haben Interessenten zwei Monate lang Zeit, ihre Ideen einzureichen. Aber auch „klassische“ Investoren können sich melden. Jentsch hoffe auch auf „Impulse für das Wohnen im Stadtteil. Denn Leithe hat viel zu bieten, und es wäre schön, wenn sich das auch beim Wohnen deutlicher abzeichnen würde“.

Jentsch, auch Mitglied im Ausschuss für Planung und Grundstücke, kann sich auf WAZ-Nachfrage „alles mögliche an Wohnformen im alten Schulgebäude vorstellen. Etwa gemeinsame Wohnprojekte, ein Domizil für ältere Menschen oder auch ein Mehrgenerationen-Wohnen“.

Kein Denkmalschutz

Das Schulgebäude steht nicht unter Denkmalschutz. Beim Ortsteil-Rundgang mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch Ende August vergangenen Jahres wurde deutlich gesagt, dass die altehrwürdige Grundschule stehenbleibt. Aber auch schon deshalb, weil das neue Gebäude dahinter, zum Spielplatz hin, mit öffentlichen Mitteln für den „Offenen Ganztag“ finanziert worden ist. Insofern ist das Gebäude bestandsgeschützt. Andernfalls müsse die Stadt die Fördergelder zurückzahlen.

Damals wandten die Bürger, die am Rundgang teilgenommen haben, ein, dass die Schule stillgelegt worden sei, weil dort zum Beispiel starker Schimmelbefall festgestellt worden sei.

Laut Eiskirch müsse bei einer Umnutzung das gesamte Gebäude entkernt und insofern ein Investor gefunden werden, der das Bauprojekt auf den Weg bringt.

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