Wirtschaftsstandort WAT

Neue Gewerbebetriebe haben leerstehende, alte Hallen bezogen

Blick auf das Gebiet Burgstraße: Die städtische Fläche von ca.25 000 Quadratmeterwird zurzeit baureif gemacht. Luftbild:Hans Blossey

Blick auf das Gebiet Burgstraße: Die städtische Fläche von ca.25 000 Quadratmeterwird zurzeit baureif gemacht. Luftbild:Hans Blossey

  Wirtschaftsentwicklung Bochum meldet nur 50 000 Quadratmeter Leerstand. Den Trend der Wiederbelebung von Gewerbeimmobilien noch weiter ausbauen.

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Wattenscheid ist in den vergangenen fünf Jahren wieder zu einem gefragten Wirtschaftsstandort geworden. „Der Leerstand-Trend ist inzwischen gestoppt und sogar umgekehrt, die Leerstände sind rückläufig. Langfristig leerstehende Gewerbeimmobilien konnten wiederbelebt werden,“ so Rouven Beeck, Wirtschaftsentwicklung Bochum, Prokurist und Bereichsleitung Unternehmen und Flächen, und Projektleiterin Anja Kraft.

Ein Vergleich der Leerstände und Neu-Nutzungen der Gewerbehallen zwischen dem Jahr 2012 und dem Ist-Zustand 2017 macht dies deutlich. Das frühere Gebäude „Nürnberger Bund“, Märkische Straße 8-10 als Logistikimmobilie hat einen neuen Eigentümer, der die Hallen überwiegend als Spedition nutzen lässt.

Firmen-Erweiterung

Auch die altehrwürdigen Hallen der ehemaligen Firma Steilmann Textilien, Burgstraße 28-56, fanden einen neuen Besitzer. Hier ist Platz für einen Getränkegroßhandel. Wo einst Miele & Cie. an der Burgstraße 15 - 19 residierte ergibt sich nun einen neue Nutzung unter anderen durch ein Unternehmen für Bildung. In diesem Bereich Gewerbegebiet „Burgstraße“ liegt auch die Feldstraße. In der Nummer 6 saß früher Haribo. Jetzt wird die Halle von einem Zaunhandel genutzt. Zudem ist die Erweiterung einer ansässigen Firma dort vorgesehen.

Gelände-Erwerber begleiten

Im Gewerbegebiet Hohensteinstraße/Steeler Straße sind ebenfalls noch einige Leerstände zu verzeichnen. Dazu zählen die Hohensteinstraße 16 (ehemals Siemens-Tochter Firma Ruhrtal Hochspannungsgeräte GmbH) und nach der Insolvenz der Firma Spedition Kentner auch die Immobilie Steeler Straße 95. In allen Fällen versucht die Wirtschaftsentwicklung die Eigentümer der Immobilien zu unterstützen, um weitere Leerstände in Wattenscheid abzubauen und den Trend der Wiederbelebung von Gewerbeimmobilien auszubauen.

Gebiet Lohrheide und Holland-Gelände

Im Bereich des Gebietes Lohrheidestraße 3-9, Grenze Holland-Gelände, hatte viele Jahre lang Raab Karcher seinen Sitz. Jetzt nutzt die Firma „i-Solutions Health“ die Räume. An der Kemnastraße 41 und 43, einst Adresse der Schnapsbrennerei Weizenjunge, haben Seco Kältetechnik und die IMG Wertemanagement aufgeschlagen. Interim Management (IMG) ist ein Dienstleistungsangebot, das Vakanzen und personelle Engpässe zu überbrücken hilft und Know-how bietet.

Die ehemalige Hamacher Maschinenfabrik am Watermannsweg 27-31 fand einen neuen Eigentümer. Die Hallen sollen privat genutzt werden.

Die Feuerwerk-FKW Keller GmbH an der Hansastraße 43-49 ist ebenfalls in neuen Besitz übergegangen. Die Halle wird etwa von einem Baumdienstunternehmen genutzt. Etwas weiter Richtung Bochum, Hansastraße 131, dort, wo einst Renault Trucks saß, hat sich die Firma Terberg Spezialfahrzeuge angesiedelt.

Schwierige Gollheide

Wie bereits bekannt, ist das frühere Aquella-Areal, Berliner Straße 50-62 mittlerweile vermarktet, der Kaufvertrag ist unterzeichnet. Am Standort wird „Bauhaus“ einen modernen Baumarkt entstehen lassen. Prokurist Rouven Beeck: „Die Bochum Wirtschaftsentwicklung begleitet den Erwerber weiterhin bei den nun anstehenden Verwaltungsverfahren.“

Die Gewerbeimmobilie Gollheide 34, die inzwischen zum Teil stark zerstört worden ist, gehört seit Jahren ins Vermittlungs-Portfolio der Bochumer Wirtschaftsentwicklung.

Insgesamt stehen in Wattenscheid jetzt noch 50 000 Quadratmeter Gewerbehallen leer.

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