Hilfe im Ehrenamt

Neue Betreuer in Flüchtlingsdörfern

Einen Verkehrstag haben die Malteser mit Ehrenamtlichen im Flüchtlingsdorf Hollandgelände durchgeführt.Foto:Malteser

Einen Verkehrstag haben die Malteser mit Ehrenamtlichen im Flüchtlingsdorf Hollandgelände durchgeführt.Foto:Malteser

  Malteser Hilfsdienst hat Abschied an der Emil-Weitz-Straße genommen,„Plan B“ tritt Nachfolge an. Awo übernimmt DRK Bochum an Höntroper Straße.

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Es nimmt Abschied, das Team des Malteser Hilfsdienstes, Bistum Essen. Die Malteser haben von Ende September 2016 bis Ende November dieses Jahres die Flüchtlinge in der Unterkunft an der Emil-Weitz-Straße auf dem Hollandgelände betreut. Der Vertrag ist zum 30. November ausgelaufen. Die Nachfolge übernimmt der Bochumer Träger „Plan B Ruhr e.V., interkulturelle Kinder- und Jugendhilfe“. So ist es im Vergabe-Verfahren der Stadt Bochum entschieden worden. Derzeit leben 181 Menschen in der mobilen Wohncontainer-Anlage.

Malteser-Sprecherin Annett Rohde: „Wir bedanken uns für das Engagement des Wattenscheider Ehrenamtsnetzwerkes, der Nachbarn und der ehrenamtlichen Malteser Integrationslotsen. Durch ihre Hilfe und tatkräftige Unterstützung wurde die kommunale Unterkunft für die Familien und geflüchteten Menschen in Wattenscheid ein neues Zuhause.“

Abschiedsfest als Dankeschön

Laut Rohde waren zuletzt jede Woche über 30 ehrenamtliche Mitarbeiter in verschiedenen Projekten wie Deutschkursen, Hausaufgabenbetreuung oder dem Basteltreff aktiv. Auch die besonderen Aktionstage, etwa der Verkehrstag, konnten nur mit Hilfe des Ehrenamtes organisiert und durchgeführt werden.

„Gemeinsam mit der Verkehrswacht Bochum, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Awo-Projekt ,Spatzennest’, der Polizei Wattenscheid, dem Bezirksbürgermeister und der Fahrradwerkstatt konnten wir dieses tolle Projekt hier durchführen und viele Aktionen anbieten, die das Miteinander stärkten,“ lobt Christoph Happe, Einrichtungsleiter der Malteser. Im Laufe der 14-monatigen Betreuungszeit haben in den 70 eingerichteten Wohncontainern insgesamt 350 Menschen aus 26 Nationen gelebt. Mit einem kleinen Fest haben sich Bewohner und Malteser-Team voneinander verabschiedet.

Vertrag läuft zum Jahresende aus

Auch Sozialamtsleiterin Ute Bogucki lobt und bedankt sich im Gespräch mit der WAZ „für die gute Arbeit der Malteser“. Der neue Träger „Plan B“ hat mit der Stadt Bochum einen Vertrag über zwei Jahre geschlossen. Ute Bogucki: „Die Stadt hat ein früheres Kündigungsrecht, falls der Standort entbehrlich werden sollte, also wegfällt.“

Gleiches gilt für das Flüchtlingsdorf, das auf dem ehemaligen Sportplatz an der Höntroper Straße entstanden ist und 450 Menschen Platz bieten kann. Hier hat noch bis zum Jahresende das DRK Bochum die Betreuung. Dann läuft auch dieser Vertrag aus. Nach dem Vergabe-Verfahren wird die Awo Ruhr-Mitte die Betreuung an diesem Standort übernehmen. Auch dieser Vertrag läuft über zwei Jahre, ebenfalls mit einem früheren Kündigungsrecht, wenn der Standort entfällt. In den Modul-Bauten leben derzeit 85 Menschen.

100 Plätze in Wohnungen

Rückgebaut wird, so Sozialamtschefin Bogucki, die Anlage „Auf dem Esch“ in Sevinghausen zum Jahresende. Die Stadt Bochum konnte den Mietvertrag über die Leichtbauhallen vorzeitig kündigen. Die Bewohner sind dort bereits Ende Januar dieses Jahres ausgezogen. Nach Auskunft des Sozialamtes leben weitere 100 Flüchtlinge in Wohnungen an der Voedestraße und an der Parkstraße.

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