Handel

Läden sollen zum Wattenscheider Fest öffnen

WAT-600-Fest mit Schutzpatronin Gertrud im Vorjahr auf dem Alten Markt.

Foto: Gero Helm

WAT-600-Fest mit Schutzpatronin Gertrud im Vorjahr auf dem Alten Markt. Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Der verkaufsoffene Sonntag, den die Werbegemeinschaft am 3. Juni zum WAT-601-Fest fordert, scheint nun doch möglich zu sein.

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Die Verwaltung hatte in einem ersten Schritt diesen Shopping-Sonntag abgelehnt. Aber die Bezirksvertretung war, wie berichtet, einstimmig dafür. Und jetzt machen auch die Ratsfraktionen von SPD und CDU ihre Unterstützung deutlich.

Nachbesserung nötig

Die SPD schlägt dem Einzelhandel in Wattenscheid vor, beim Konzept für den verkaufsoffenen Sonntag „nachzubessern“, so Vorsitzender Peter Reinirkens. Die Gerichte hätten einige Regeln aufgestellt, die befolgt werden müssen. „Die wichtigste lautet: Wenn sonntags die Läden geöffnet werden, dann darf das nur ein Anhängsel der eigentlichen Veranstaltung sein. Das muss die Werbegemeinschaft nachvollziehbar begründen. Dafür ist nun mal leider ein gewisser Aufwand nötig.“

Die Stadtverwaltung und auch der Rat würden dem Einzelhandel, der Werbegemeinschaft und den anderen Beteiligten keinen guten Dienst erweisen, „wenn wir jetzt die Ladenöffnung beschließen. Das Risiko ist hoch, dass ein Gericht die Ladenöffnung stoppt“.

Checkliste abarbeiten

Deshalb wäre Nachbesserung der richtige Weg. „Wenn die Werbegemeinschaft, die Vereine und die Geschäftsleute sich jetzt ganz schnell noch einmal mit dem Einzelhandelsverband und der IHK zusammensetzen und die Regeln wie eine Checkliste abarbeiten, dann kann es durchaus noch etwas werden mit der Ladenöffnung am Sonntag. Als SPD sind wir jedenfalls bereit, die Satzung noch einmal zu ergänzen. Das ginge auch noch im Rat am 26. April.“

CDU-Antrag

Mit einem Ergänzungsantrag greift die CDU-Fraktion die Idee der Bezirksvertretung sowie der Werbegemeinschaft Wattenscheid auf, das Fest in diesem Jahr neu aufzulegen und mit einem verkaufsoffenen Sonntag zu unterstützen. Die CDU verweist dabei auch auf die neue Rechtsprechung zur Ladenöffnung an Sonn- und Feiertagen, die voraussichtlich ab April in Kraft tritt. Durch die Änderung des Ladenöffnungsgesetzes soll der bisherige Anlaufbezug entfallen und die Sachgründe so gefasst werden, dass Märkte und Feste eben einen solchen Sachgrund darstellen.

Dazu Ratherr Dirk Schmidt, Vorsitzender der CDU Wattenscheid: „Die enorme Beteiligung der Bevölkerung und der Wattenscheider Vereine hat dazu geführt, dass das an sich als einmalige Veranstaltung geplante Fest nun jährlich fortgeführt werden soll. Damit wollen wir die ehrenamtlich tätigen Organisatoren unterstützen und deutlich machen, dass ein verkaufsoffener Sonntag am 3. Juni eine gute Ergänzung des Veranstaltungsformates ist.“

Neues Ladenöffnungsgesetz

Wolfgang Dressler, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Wattenscheid, betont, dass man mit dem Ordnungsamt noch einmal Kontakt aufnehmen will. Dabei sollen auch weitere Daten zu den erwarteten Besucherzahlen gegeben werden. Auch die künftige Änderung des Ladenöffnungsgesetzes eröffne einen Weg, den Shopping-Sonntag am 3. Juni zu ermöglichen.

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