Kunst

Kunstkreis Wattenscheid: Benefiz-Aktion hilft Tierheimen

Der Kunstkreis Wattenscheid unterstützt mit dem Erlös dieser zweiten Kunstaktion erneut Tierheime aus der Region.

Der Kunstkreis Wattenscheid unterstützt mit dem Erlös dieser zweiten Kunstaktion erneut Tierheime aus der Region.

Foto: Vladimir Wegener

Wattenscheid.   Kunstzentrum Bochum und Wattenscheid unterstützt Tierheime und „Junge Kunst“. Spendenaktion bringt 6000 Euro. Die dritte Auflage folgt 2021.

Jeder Euro zählt – das müssen Verantwortliche von Tierheimen und -schutzvereinen immer wieder berichten. Unterbringung, Futter, Medikamente und Arztrechnungen sind teuer. Dank der zweiten „animalia“-Benefizaktion des Kunstzentrums Bochum an der Lohrheidestraße werden die Kassen von sechs Einrichtungen mit jeweils 500 Euro aufgefüllt. Auch der Kunstnachwuchs darf sich über 3000 Euro freuen.

39 Künstler haben auf ihr Honorar verzichtet

Animalische Pinselstreife schlagen offenbar Brücken; mehr als 50 Tierporträts wurden verkauft. 6000 Euro Spendenerlöse hat die zweite Auflage der Aktion insgesamt eingebracht. Zu gleichen Teilen werden damit „Junge Kunst“ im Revier sowie die Tierheime und -schutzvereine aus Wattenscheid, Bochum, Essen, Mülheim, Herne-Wanne und Recklinghausen gefördert. Als „sehr großen“ Erfolg bezeichnet Kunsthistoriker Bernd A. Gülker, stellv. Direktor des Kunstzentrums, Ausstellung und Benefizkation: „Die Künstler, unser Haus und die Tierhalter, die für eine Mindestspende von 150 Euro so manches Schnäppchen erstehen konnten, profitieren erneut.“

Der Dank gilt 39 Künstlern, die auf ihr Honorar verzichtet und die beauftragten Porträts erstellt haben. „Mit Freude haben wir festgestellt, dass die Bilder Erinnerungen an verstorbene Haustiere wecken und viele Personen zum ersten Mal in eine Galerie führen konnten“, so Gülker. „Es waren ganz andere Gespräche möglich, in denen man auf die Kunst zurückkommen und Interessierte ohne Druck heranführen konnte.“

Kunst bürgernah vermitteln

Michael Schneider, Vorsitzender des Tierschutzvereins Bochum, Hattingen und Umgebung, berichtet von ähnlichen Erfahrungen beim Sommerfest 2018: „Mit den Porträts wurde die Hemmschwelle zur Kunst überwunden.“ Dies sei auch der Ansatz des Kunstzentrums, so Institutsleiter Tobias Schmitz: „Es ist unsere Aufgabe, Kunst bürgernah zu vermitteln.“ Schneider betont: „Die Spendeneinnahmen sind für jeden Verein wichtig, eine Wiederholung wäre absolut wünschenswert.“

Dass er mit dieser Hoffnung nicht allein ist, stützt Gülker: „Wir haben schon neue Anfragen von Tierhaltern. Realistisch wäre die dritte Auflage in circa zwei Jahren.“ Weiter sagt der Kunsthistoriker: „Viele haben den Betrag der Mindestspende klar überschritten, von sich aus mehr gegeben, um der guten Sache Ausdruck zu verleihen.“

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