Nachbarschaftliche Aktion

Kreative Hofflohmärkte sollen Wattenscheid-Mitte beleben

Citymanagerin Teresa Deckert hofft auf viele Teilnehmer bei der Aktion „Hofflohmärkte".

Citymanagerin Teresa Deckert hofft auf viele Teilnehmer bei der Aktion „Hofflohmärkte".

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Die Hofflohmärkte kommen nach Wattenscheid. Am 24. August sollen private Trödel die Nachbarschaft stärken und kreative Treffpunkte bieten.

Deutschlandweit haben sie bereits Einzug in die Nachbarschaften gehalten. Nun sollen möglichst viele „Hofflohmärkte“ am 24. August (Samstag) auch Wattenscheid-Mitte in einen großen, kreativen Trödelmarkt verwandeln. Citymanagerin Teresa Deckert holte das aus München stammende Konzept erstmals in die Alte Freiheit.

Das Prinzip ist genauso simpel wie reizvoll. Hausanwohner verkaufen auf ihrem eigenen Hof, in ihrem Garten oder auch in der Garageneinfahrt ihren Trödel. Wer mag, backt zusätzlich noch frische Waffeln oder verkauft Kuchen für einen guten Zweck. Auch Live-Musik kann bei den privaten Märkten gespielt werden. „Da es sich um private Grundstücke handelt, muss man keine Sondergenehmigung beantragen“, erläutert Deckert. „Das macht es so einfach.“

Rundgang durch das Quartier

Je mehr sich beteiligen, umso größer wird die Auswahl. Im Idealfall können Besucher einen Rundgang durch ihr Quartier angehen, auf den Flohmärkten ihre Nachbarn und neue Ecken entdecken. Das Motto „Entdecke dein Viertel“ soll nicht nur aufs Bauliche, sondern speziell auch aufs Menschliche bezogen werden.

Damit der eigene Hoftrödel auch ins Auge fällt, rät Teresa Deckert: „Es wäre schön, wenn alle Teilnehmer ihre Märkte dekorieren und kenntlich machen würden. Ich war neulich in Essen bei den Hofflohmärkten, wo alles mit Girlanden und Luftballons geschmückt war und kleine Schilder als Wegweiser gebastelt wurden.“ Das mache den Charme aus und die Hofmärkte zu lockeren Zusammenkünften.

Bislang werde die Premiere gut angenommen, sagt Deckert. Interessenten hätten sich bereits erkundigt. Genaue Zahlen, wie viele Standorte bereits gemeldet sind, seien jedoch noch nicht bekannt. „Die Erfahrung hat generell gezeigt, dass das Konzept mit den Jahren wächst. In Essen haben sich diesmal über 100 Höfe beteiligt.“ Ein Vorteil seien die dezentralen Standorte: „Es fallen keine langen Wege an, um die Sachen aufzubauen.“ Auch die Teilnahmegebühr von 15 Euro – pro Hof/Garten, egal wie viele Personen sich mit Ständen beteiligen – sei ein Pluspunkt.

Über diese Gelder wird anschließend der Druck einer Übersichtskarte finanziert, die ausgeteilt und ausliegen wird. Wer sich, seinen Garten, Hof oder die Garageneinfahrt noch bis zum 24. Juli anmeldet, dessen Trödel wird offiziell eingetragen und vermerkt. So sehen die Wattenscheider, an welchen Orten getrödelt werden kann und wo sich direkt ein Rundgang anbietet. „Generell sind Anmeldungen aber bis kurz vorher möglich, nur dass wir dann keinen Vermerk in der Übersichtskarte mehr in Aussicht stellen können.“

Datum mit dem Kinderflohmarkt ist abgestimmt

Die Wahl des Datums ist abgestimmt, weist Citymanagerin Deckert auf eine weitere Veranstaltung am 24. August hin: „Dann findet auch wieder der Kinderflohmarkt der Werbegemeinschaft auf dem Alten Markt statt. In Wattenscheid gibt es dann einen richtigen ,Trödelsamstag’. Über den Verfügungsfonds der ,Sozialen Stadt’ wird erstmals auch ein Rahmenprogramm für Kinder geboten.“ Für Abwechslung sorgen ein Kletterturm der Boulderbar Neoliet und eine Clownin auf dem Alten Markt.

Werden die Hofflohmärkte im ersten Jahr gut angenommen, sei auch eine Ausweitung auf andere Stadtteile denkbar. Deckert: „In diesem Jahr ist das Projekt zunächst auf Wattenscheid-Mitte bezogen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben