Karneval

Könige der Wattenscheider Gänsereiter stehen schnell fest

Maximilian I. (Schellhoff) regiert mit Christina Somberg in Höntrop; daneben Adjutant Jochen Düchting (li.)

Maximilian I. (Schellhoff) regiert mit Christina Somberg in Höntrop; daneben Adjutant Jochen Düchting (li.)

Foto: Kerstin Buchwieser

Höntrop/Sevinghausen.   Wegen des Unwetters sind die Gänsereiterclubs aus Höntrop und Sevinghausen in die Halle umgezogen. Ein Club feiert seinen „Sekundenkönig“.

Gänsereiten in der Halle: Das hatte es zuletzt vor drei Jahren gegeben. Auch diesmal mussten die beiden Clubs aus Höntrop und Sevinghausen wegen des Wetters unter das schützende Dach des Ländlichen Reitvereins Wattenscheid im Südpark ausweichen. Und da ging es ganz fix mit der Königsgans aus Holz.

Nach 20 Sekunden entschieden

Maximilian Schellhoff vom Club Höntrop hielt nach fünf Minuten den Kopf triumphierend in der Hand. Noch schneller ging es dann bei Thomas Appelbaum, der als „Sekundenkönig“ in die Sevinghauser Geschichte eingeht: Nach 20 Sekunden war es entschieden. Gegen 9.30 Uhr hatten am Rosenmontag Vertreter von Stadt, Polizei und Vereinen beschlossen, das für 13 Uhr angekündigte Gänsereiten wegen der schlechten Wetterprognose in die Halle am Reiterweg zu verlegen. Eine gute Entscheidung, denn bis 14 Uhr gab es Regen und Sturm.

Der Höntroper Club machte den Anfang

Und so legte zunächst der Höntroper Club los, nachdem sein großer Tross in Begleitung seines Spielmannszuges Richtung Reithalle marschiert war. Moderiert von Oberschulte Markus Oskamp, ging es bei dem traditionsreichen Reiterwettkampf erstmal um den vom Wattenscheider Künstler Rolf Tybussek geschnitzten Kopf der Schaugans aus Holz, die seit einem Jahr hier zum Einsatz kommt. Doch die erwies sich als zäh, über eine halbe Stunde dauerte es, bis Jörg Todzey als Sieger aus dem Wettkampf mit zehn Reitern – darunter zwei aus dem befreundeten Verein im spanischen Ort El Carpio de Tajo – hervorging.

Schneller ging es dann mit der Königsgans: Zimmermann-Meister Maximilian Schellhoff kennt sich offenbar mit dem Element Holz bestens aus, er hielt den Gänsekopf schon nach fünf Minuten in der Hand. Der 25-Jährige erwählte Christina Somberg (25) zur Königin – beide stammen aus altehrwürdigen Gänsereiterfamilien. Adjutant ist Jochen Düchting.

Das jüngste Königspaar der Clubgeschichte

Sensationell zügig machten es anschließend die Sevinghauser Gänsereiter, vier waren am Start: Thomas I. (Appelbaum, 22 Jahre) ist nach einem spektakulären 20-Sekunden-Ritt neuer Gänsereiterkönig, Königin ist Saskia Wirth zur Osten (25) – zugleich auch das jüngste Königspaar der Clubgeschichte. Als Adjutant zur Seite steht Dominique Wirth zur Osten.

Unter den Gästen freute sich besonders Josef Najda, vor 40 Jahren Gänsereiterkönig in Sevinghausen, damals wurde noch auf dem Grundstück neben dem Lokal „Kümmelkopp“ am Wattenscheider Hellweg geritten.

Zwei neue Könige in der Halle: Sonst startet der Höntroper Club im Südpark, der Club Sevinghausen wollte erstmals auf dem neuen Reitplatz Auf dem Esch antreten.

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