Kirchen-Immobilien

Kirche, Pfarrheim und Kita in Westenfeld stehen zum Verkauf

Das Ensemble in Westenfeld mit „Maggi-Kirche“, Pfarrheim St. Nikolaus (rechts) und Kindergarten.

Das Ensemble in Westenfeld mit „Maggi-Kirche“, Pfarrheim St. Nikolaus (rechts) und Kindergarten.

Foto: ero Helm / FUNKE Foto Services

Westenfeld.   Die Großpfarrei St. Gertrud will Kirche, Pfarrheim und Kindergarten in Westenfeld in neue Hände geben. Sanierungen im Pfarrheim sind notwendig.

Die Pläne für die Zukunft der Pfarrei-Immobilien in Westenfeld werden derzeit geschmiedet. Die Kirche St. Nikolaus, das Pfarrheim nebenan, wo die Kolpingsfamilie Westenfeld Regie führt, und der Kindergarten sollen an einen Investor verkauft werden.

Er soll das Pfarrheim für die Vereinsarbeit erhalten und einen neuen Kindergarten bauen. So ist zumindest die Planung des zuständigen Kirchenvorstands der Großpfarrei St. Gertrud. Laut Kirchenvorstand Alfons Jost soll der Vermögensrat des Bistums Essen im „Rahmen der kirchenaufsichtlichen Genehmigung“ am 26. Juni über das Gesamtkonzept St. Nikolaus Westenfeld entscheiden.

Es gebe „Interessenten für die Kirche, das Pfarrhaus und auch für den ehemaligen Kindergarten“. Derzeit werden dort Kinder im Container betreut, andere Gruppen sind in der Dependance an der Isenbrockstraße untergebracht. Der Plan sei, so Jost, „dass das jetzige Kindergartengebäude abgerissen wird und ein neues gebaut wird.“

Die Kirche St. Nikolaus wird profaniert

Die „Maggi-Kirche“, wie sie der Volksmund wegen ihres Kirchturms nennt, der in seiner Form an eine Gewürzflasche erinnert, „soll anders genutzt werden. Es wird dort auch in Zukunft keine Gottesdienste mehr geben, die Kirche wird profaniert“, erklärt der Kirchenvorstand. Welcher „anderen Nutzung die Kirche zugeführt“ werden könne, stehe noch nicht fest. Hier seien einige Möglichkeiten denkbar.

Pfarrheim soll Ort für die vereine bleiben

Das Pfarrheim solle auch künftig für die Arbeit und die Treffen der Vereine und Gemeinschaften zur Verfügung stehen. Jost: „Hier ist dringend eine Dachsanierung nötig. Auch eine Grundüberholung und Modernisierung der Toiletten muss geschehen. Das Gebäude und damit auch die Inneneinrichtung sowie die Sanitäranlagen sind 45 Jahre alt. Da muss so etwas dann schon mal gemacht werden.“

Zunächst bleibe also die Entscheidung im Vermögensrat des Bistums, bis der Kirchenvorstand Konkreteres in die Wege leiten, unternehmen bzw. auch die Öffentlichkeit weiter informieren kann.

Sämtliche Maßnahmen rund um den Verkauf des Ensembles in St. Nikolaus werden durch den Pfarreientwicklungsprozess in der Großpfarrei St. Gertrud nötig.

In einem aktuellen Rundbrief der Kolpingsfamilie Westenfeld und des Fördervereins heißt es dazu: „Derzeit laufen bezüglich des Pfarrheimes und der zukünftigen Nutzung aller Gebäude rund um die Kirche und der Kirche selbst angeregte Planungsgespräche.“ Und: „Alle sind aber zuversichtlich, dass es in Kürze zu Vertragsgestaltungen kommen kann.“ Das gelte zudem für den Kindergarten, der auch künftig unter einer katholischen Trägerschaft stehen würde.

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