Eröffnung

Kindertagesstätte am Obertor ist jetzt offiziell in Betrieb

Die Kinder führen einen Freudentanz auf zur Eröffnung der Outlaw Kita Obertor auf.

Die Kinder führen einen Freudentanz auf zur Eröffnung der Outlaw Kita Obertor auf.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Der großzügige Neubau am Wattenscheider Innenstadtrand bietet nun Platz für 77 Kinder. Beim Einzug standen die Eltern vor der Tür Schlange.

Hier könnte man wohnen, und hierher kommt man wohl auch gern zur Arbeit. Die Kindertagesstätte am Obertor ist nun auch offiziell eröffnet worden. Denn eigentlich herrschte hier schon seit April Betrieb, nicht nur, weil die Baufirmen noch die eine oder andere Silikon-Naht zu ziehen hatten. Sondern weil es im Wattenscheider Kernbereich deutlich an solchen, und dann solchen großzügigen neuen Plätzen mangelt.

Der Betreiber Outlaw, in dessen Trägerschaft in Bochum inzwischen sechs Kindertagesstätten und drei Offene Ganztags-Betreuungen laufen, war provisorisch in dem alten Gebäude direkt an der Ambulanz-Einfahrt am Martin-Luther-Krankenhaus untergebracht. „Provisorisch“ sollte für ein halbes Jahr sein, so lange liefen auch erst einmal die Verträge für die Mitarbeiter. „Provisorisch“ hieß dann von August 2017 bis April 2019.

Outlaw, eine gemeinnützige GmbH, ist Träger, gehört dem Paritätischen (Wohlfahrts-Dachverband) an, wird über das KiBiz (Kinder-Bildungsgesetz) finanziert, und kooperiert mit dem Bochumer Jugendamt.

Grundstück ist dreieckig geschnitten

„Aber die arbeiten mit Herz und Verstand, wirklich“, diktiert Bereichsleiterin Barbara Mag überzeugt, und Katharina Wojak, die pädagogische Leiterin des Neubaus, nickt lächelnd.

Es gibt viele Besonderheiten an diesem verklinkerten Gebäude. Das Gelände hat lange brach gelegen, „gab wohl nicht so viele Interessenten“ (Mag), hat einen dreieckigen Zuschnitt direkt neben der Beton-Schale des Wattenscheider Bachs, noch purem Abwasser.

Noch sind sechs Einrichtungen in der Planung

Es ist das erste Mal, dass Outlaw mit dem privaten Vermieter und Investor Wilfried Wentzel zusammenarbeitet, es ist das erste Mal, dass eine Kita zweieinhalb Geschosse hat. Und es ist wohl auch das erste Mal, erinnert sich Barbara Mag, dass schon zum Umzug aus dem alten Luther-Kindergarten hierher „die Eltern draußen Schlange gestanden haben, um ihre Kinder anzumelden. Dabei mussten wir ihnen sagen: Wir sind schon voll.“

Vier Gruppen sind hier untergebracht, zwölf Kinder zwischen einem und drei Jahren, 20 zwischen zwei und sechs, und dann zwei Gruppen von drei bis sechs, betreut von insgesamt 16 Mitarbeiterinnen, zwei davon in der Hauswirtschaft.

Terrasse neben dem „Küchenpalast“

Wegen des Zuschnitts und der Bauweise ist ganz oben neben dem „Küchenpalast“ unter der Dachschräge eine Terrasse entstanden, allerdings nur für die Mitarbeiter.

Dafür haben die Kinder, vor allem die im integrativen Bereich, auch mehrere abgeteilte Räume für die intensive Betreuung, zum Zurückziehen.

„Allein sechs Einrichtungen sind derzeit in der Planung“, unterstrich Bezirksbürgermeister Manfred Molszich am Eröffnungstag, „das zeigt deutlich den Bedarf.“

Ob dann in jeder neuen Tagesstätte auch die Toilette so benannt wird wie hier: „Pipi-Lounge“, wer weiß.

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