Rathaussturm

Keine Ruhe gibt’s vor dem Rathaussturm in Wattenscheid

Der beliebte Sturm aufs Rathaus: Hier ein Blick in das Treppenhaus, das auch in die erste Etage führt. Foto:Gero Helm/Archiv

Der beliebte Sturm aufs Rathaus: Hier ein Blick in das Treppenhaus, das auch in die erste Etage führt. Foto:Gero Helm/Archiv

  Bezirksverwaltungsstelle hat Sicherheitskonzept für Weiberfastnacht erstellt. Wegen neuer Brandschutztüren weniger Platz für die „Jecken“.

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Von Ruhe vor dem Sturm kann keine Rede: Immerhin geht es um Weiberfastnacht und den Sturm aufs Rathaus (8.2.). Der will in diesem Jahr gut überlegt sein, denn in der ersten Etage des Wattenscheider Rathauses sind Brandschutztüren- und Wände eingebaut worden. „Die sorgen für verengte Platzverhältnisse“, so Karlheinz Kayhs, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle.

Engpass kostet 50 Plätze

Dennoch: Viele Vereine, ob Gänsereiter, Gefolgschaften des Stadtprinzenpaares, „Jecke“, vor allem Frauen-Gruppen und natürlich die Mitarbeiter des Rathauses wollen beim Ratshaussturm dabei sein, machen ihn ja eigentlich aus. Der neue Brandschutz, Panzerglaswände und Türen, verengen aber die Flure, zumal die Türen nicht komplett zu öffnen sind. Kayhs: „Der Engpass durch die Türen und Wände kostet rund 50 Plätze.“

Ein entsprechendes Konzept ausgetüftelt

Doch wollten sowohl „Hausherr“ Kayhs, als auch Bürgermeister Manfred Molszich und die Politik, den beliebten und immer gut besuchten Ratshaussturm nicht wegen der neuen Brandschutz-Vorkehrungen ausfallen lassen. Deshalb wurde ein entsprechendes Konzept ausgetüftelt.

Kleine Stehtische

„Kleine Stehtische werden aufgebaut, die auch genau so dort stehenbleiben müssen,“ so Kayhs. Besucher sind gehalten, keine eigenen Tische mitzubringen. Die Bewirtung im Haus wird durch einen Gastronomen geregelt. Die Bar befindet sich – wie in den Vorjahren auch – im Flur in der ersten Etage. In der Tür des Amtszimmer-Sekretariats des Bezirksverwaltungsstellenchefs wird eine kleine Sektbar aufgebaut. Vor dem Rathaus stehen ein Getränke- und ein Grill-Wagen. Bezahlt wird zum ersten Mal nicht mit Wertmarken, sondern in bar. Kayhs: „Es wird eine Testveranstaltung unter neuen Voraussetzungen.“ Das Mitbringen von Speisen und Getränken ist nicht erlaubt.

Sicherheitskontrollen

Wie indes schon in den Vorjahren, ist am Rathauseingang wieder ein professioneller Sicherheitsdienst postiert. Kayhs: „Taschen mit mehr als 1,5 Liter Volumen dürfen nicht ins Gebäude mitgebracht werden.“ Der Sicherheitsdienst wird Taschen- und Kostümkontrollen vornehmen. Kayhs: „Diese Regelungen werden nicht wegen der neuerdings verengten Platzverhältnisse vorgenommen, sondern dienen der Sicherheit aller Rathaussturm-Besucher.“ Und er stellt klar: „Bei Regelverstößen wird ein Hausverbot für den Rest des Tages ausgesprochen.“

Übliche Umzugsstrecke bleibt

Auf einer Besprechung im Rathaus teilten Rüdiger Preußner und Franz Seidl vom Festausschuss Wattenscheider Karneval mit, dass „die übliche Strecke des großen Karnevalsumzugs am Sonntag, 11. Februar, beibehalten wird. Der Zug zieht über die Lyrenstraße.“

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