Sport

Kein Notausgang – Sporthalle in Höntrop dicht

Die Turnhalle an der Höntroper Straße

Die Turnhalle an der Höntroper Straße

Foto: Klaus Micke

wattenscheid.   Durch die Sperrung der Turnhalle an der Höntroper Straße durch die Stadt fallen dort alle Sportangebote ab sofort aus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Durch die überraschende Sperrung der Turnhalle an der Höntroper Straße 71 am Freitag durch die Stadt fallen dort alle Sportangebote ab sofort aus. Hauptbetroffener ist der Turnbund Höntrop. „Das ist jetzt ein Riesenproblem für uns“, betont Vorsitzender Christian Eusterfeldhaus. Rund 40 Prozent des Vereinsangebotes finden dort statt: 17 Gruppen mit etwa 450 Teilnehmern (Kinder, Jugendliche, Erwachsene) trainieren hier wöchentlich. Der TB Höntrop belegt die Halle mit 28 Stunden pro Woche.

Nach einer Begehung der Turnhalle hatte das Sportamt die stark frequentierte Halle für den laufenden Sportbetrieb gesperrt. Grund sei ein fehlender zweiter Rettungsweg, also ein Notausgang. Weitere Informationen zur Dauer der Sperrung und dem weiteren Vorgehen sind den Nutzern noch nicht bekannt. Nicht nur die Angebote des TB Höntrop fallen hier aus, betroffen sind auch Schüler und weitere Nutzer wie VHS und andere Sportvereine.

Sperrung ein großes Problem

Eine dauerhafte Sperrung der Halle wäre „für uns schon ein GAU. Selbst wenn die Sperrung nur Wochen anhält, haben wir enorme Schwierigkeiten“, sagt Eusterfeldhaus. Er hofft, dass sich eine rasche Lösung findet. „Wir schildern der Stadt unsere Situation in der Hoffnung, dass sich schnell etwas tut.“

Denn Alternativen stehen wohl erstmal nicht zur Verfügung. Die Hallensituation ist in der Stadt extrem angespannt, freie Kapazitäten (vor allem in Nähe) sind nicht verfügbar. Der TB Höntrop nutzt derzeit vor allem auch die Kirchschulhalle (hier sind derzeit die Duschen gesperrt) und die Halle (die war kürzlich für eine Woche gesperrt) an der Realschule Höntrop.

Dauerhafte Schließung befürchtet

Was dem Verein vor allem Sorgen bereitet: „Wir hoffen, dass dies nicht die Schließung der Turnhalle auf kaltem Wege bedeutet“, sagt Eusterfeldhaus. Denn es werden Erinnerungen wach, als vor einigen Jahren im Zuge des Abbruchs des benachbarten ehemaligen Feuerwehr-/Polizeigebäudes die Stadt auch das Sporthallengelände verkaufen wollte und ein Abriss der Halle drohte. Damals hatte die Politik betont, dass ein Verkauf der Turnhalle (für die Fläche gab es Pläne zum Bau eines Wohn-/Geschäftshauses) nur dann infrage komme, wenn Hallenalternativen bestehen. Die gibt es bis jetzt nicht.

Peter Herzog, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rat, fordert schnelle, pragmatische Lösungen und die baldige Öffnung der Halle: „Schulen und Vereine brauchen die Halle dringend. Wir wollen sie nicht im Regen stehen lassen. Schon gar nicht dürfen jetzt aufwändige Planungen oder andere Hindernisse dazu führen, dass die Halle monatelang gesperrt bleibt.“ Hier müsse die Verwaltung Lösungen finden, „die der Sicherheit genüge tun und zugleich schnell umzusetzen sind“, so Peter Herzog. Er hatte am Freitag in der Sitzung des Ausschusses für Sport und Freizeit eine mündliche Anfrage dazu gestellt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben