Stadtradeln

Die „Fairen Kaffeekutscher“ treten fürs Klima in die Pedale

Mit Rad und Anhänger bringen Gabriele Rebbe und Klaus-Jürgen Franke den gerösteten Kaffee von den Werkstätten Gottessegen zum Weltladen in der Friedenskirche.

Mit Rad und Anhänger bringen Gabriele Rebbe und Klaus-Jürgen Franke den gerösteten Kaffee von den Werkstätten Gottessegen zum Weltladen in der Friedenskirche.

Foto: Olaf Ziegler

Klimaschutz fährt beim offenen Team des „Eine Weltladen“ vorne mit. Kooperation mit „Werkstätten Gottessegen“ bringt Kilometer und Inklusion.

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Sie treten wieder in die Pedale und beladen ihren Hänger mit trinkbaren Muntermachern: Die „Fairen Kaffekutscher“ gehen erneut beim „Stadtradeln“ an den Start und haben gleich drei „Jubilare“ auf dem Gepäckträger.

Gabriele Rebbe (66), Aktivistin des Eine-Welt-Ladens in der Friedenskirche, fährt nicht nur vorne weg, sondern hebt die Besonderheiten im Jahr 2017 heraus: „Martin Luther ziert 500 Jahre nach seinem Thesenanschlag die neuen Geschenkgutscheine unseres Weltladens und fährt entsprechend mit. Die Zeichnungen stammen von Michael Hüter.“ Außerdem hat ein gewisser Karl Freiherr von Drais 1817 ein „muskelbetriebenes Laufrad“ erfunden. 200 Jahre später beteiligen sich Wattenscheider und Bochumer auf den Nachkommen der „Draisine“ am nunmehr 10. Stadtradeln.

2,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen

Wer jetzt noch nicht motiviert ist, dem nennt Rebbe weitere Punkte: „Der Gedanke der ,Klimagerechtigkeit’ ist für uns natürlich wieder besonders wichtig. Wir möchten auf Menschen in Entwicklungsländern aufmerksam machen, die von Klimaereignissen hart getroffen werden, teilweise zwei Jahre lang auf Regen warten müssen.“ Klaus-Jürgen Franke vom Weltladen ergänzt: „Wenn jede dritte Kurzstreckenfahrt bis zu fünf Kilometern in Deutschland per Rad und nicht mit dem Auto zurückgelegt werden würde, könnten jährlich 2,5 Millionen Tonnen des Klimagases CO2 vermieden werden.“

Radeln hält fit

Ganz nebenbei bleibt man fit, fügt Rebbe an. Zum Beispiel, wenn sie den „WAT’n Kaffee“ aus der Rösterei der „Werkstätten Gottessegen“ von Günnigfeld aus mit Rad und Anhänger zur Friedenskirche in den Weltladen fährt. „Deshalb sind die Mitarbeiter von Gottessegen auch wieder in unserem Team aktiv.“ Den „Fairen Kaffeekutschern“ können alle Interessierten beitreten und sich so am Stadtradeln und dem Klimaschutz beteiligen. Anmeldungen sind ab sofort im Weltladen in der Friedenskirche möglich. Die Öffnungszeiten lauten: Dienstag 10 bis 12 Uhr, Freitag 16 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 13 Uhr.

2016 sammelten 35 „Kaffeekutscher“ 4559,5 Kilometer für ihr Anliegen. Das Finale wurde mit einer gemeinsamen Aktion auf dem Hof der Werkstätten Gottessegen gefeiert, bei der letzte Kilometer „erradelt“ und das Ergebnis noch einmal nach oben hin korrigiert wurde. Matthias Olschowy, Nahmobilitätsbeauftragter, ehrte das Team im Anschluss für den Einsatz.

Das diesjährige Stadtradeln hat am Samstag, 20. Mai, offiziell begonnen und dauert noch bis zum 9. Juni an. Informationen und Anmeldung online auf: www.stadtradeln.de/bochum

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