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Jung-Unternehmer (22) ist neuer Pächter der Alten Lohnhalle

Die „Alte Lohnhalle“ an der Lyrenstraße füllt sich in Kürze wieder mit Leben und Veranstaltungen. Mathieu Knepper (22) ist seit 2019 neuer Pächter.

Die „Alte Lohnhalle“ an der Lyrenstraße füllt sich in Kürze wieder mit Leben und Veranstaltungen. Mathieu Knepper (22) ist seit 2019 neuer Pächter.

Foto: Gero Helm

Wattenscheid-Mitte.   Mathieu Knepper (22) bewirtet mit seinem Unternehmen Gäste in der „Alten Lohnhalle“ in Wattenscheid. Partyservice „Trilling“ tritt kürzer.

In den alterwürdigen Gebäuden der Zeche Holland trifft seit Anfang des Jahres frischer Wind auf Bewährtes. Neuer Pächter der Alten Lohnhalle ist das Unternehmen „Knepper Management“ des jungen, 22-jährigen Inhabers Mathieu Knepper. Damit übernimmt der Höntroper das Veranstaltungszentrum an der Lyrenstraße 13 nach 13 Jahren von „Trilling“. Für das Essen wird der Wattenscheider Partyservice jedoch erstmal weiterhin sorgen.

Knepper und sein Unternehmen feiern den Bewirtungsauftakt am Dienstag (15. Januar), so der Inhaber: „Wir laden die Mieter des Technologie- und Gründerzentrums Wattenscheid (TGW) und Firmenkunden zu einem Umtrunk ein. Die erste richtige Veranstaltung folgt zwei Tage später am Donnerstag. Und die wird eine Feuertaufe: „Wir dachten uns, wir starten direkt richtig. Es steht von morgens bis abends eine ,Kick-off’-Veranstaltung mit circa 180 Gästen an.“

Als Schüler das erste Unternehmen gegründet

Im Mai 2015 gründete Mathieu Knepper sein eigenes Unternehmen – damals noch Schüler und gerade einmal 18 Jahre alt. Die mobile Cocktailbar, der Grillservice und die Eventsparte blieben bestehen, ebenso Büro, Lager und Kellerbar in Gelsenkirchen-Ückendorf.

Neue Aufgabe ist richtiger Schritt

Den nächsten Schritt und das zweite große Standbein traut er sich mit seinen nun 22 Jahren zu: „Es gab sechs andere Bewerber und ich bin heilfroh, dass wir ausgewählt wurden. Ich war mir schon immer sicher, dass ich Leute nicht nur besuchen und bei ihnen bewirten möchte, sondern dass Gäste auch die Möglichkeit haben, zu uns kommen.“

Eine eigene Bar zu etablieren, sei allerdings eher schwierig, sagt Knepper. Er selbst beherrscht das Cocktail-Handwerk, mixte mit 18 Jahren auch Getränke im Bochumer Bermuda-Dreieck: „Es gibt große Konkurrenz in diesem Bereich. Ein Veranstaltungszentrum deckt ein breiteres Spektrum ab.“

Eigene Veranstaltungen

Und das soll um eigene Aktionen erweitert werden: „Wir planen Veranstaltungen wie ,Tanz in den Mai’ oder ein ,Oktoberfest’ für die Zielgruppe 20 Jahre plus.“ Neben der 220 qm großen Alten Lohnhalle steht ein Bistro für kleinere Events zur Verfügung. Die angrenzende „Schwarzkaue“ wird ebenfalls mit Getränken bewirtet und gemeinsam mit dem TGW und Trilling betrieben, so Knepper.

Konzentration aufs Kerngeschäft

Silvia Vöpel-Trilling, Geschäftsführerin des Partyservice Trilling, möchte ihren Nachfolger nicht nur mit Speisen unterstützen: „Wir haben in den 13 Jahren viele Erfahrungen gesammelt, die wir gerne weitergeben. Mathieu Knepper wird aber auch seinen eigenen Weg gehen und wir wünschen ihm, dass alles klappt.“ Vor einem Jahr habe sich Trilling dazu entschlossen, kürzerzutreten: „Die Personalsituation wird immer schwieriger, auf zwei Baustellen ist das nicht mehr zu leisten. Wir konzentrieren uns jetzt wieder auf das Kerngeschäft – unseren Partyservice.“

>>>>>>Lohnhalle soll vielfältig genutzt werden

Die „Alte Lohnhalle“, Hauptbestandteil des Veranstaltungszentrums an der Lyrenstraße, ist zugelassen für bis zu 199 Personen. Mathieu Knepper: „Wir bieten die große Halle in der Regel ab 60 Personen an, richten uns aber natürlich nach den Kunden.“

Das Bistro hat Platz für rund 45 Personen, kann um die „Schwarzkaue“ – häufig genutzt für Messen – erweitert werden. Insgesamt stehen im gesamten Gebäudekomplex rund 500 Quadratmeter zur Verfügung, die auch einen „Multifunktionsraum“ – für Seminare oder das Buffet – namens „Zeche Holland“ beinhalten.

Vor allem in der wärmeren Jahreszeit soll der Vorhof weiterhin genutzt werden. „Man muss natürlich immer Rücksicht auf die Bewohner nehmen. Laute Musik kann ich mir draußen nicht vorstellen, dafür aber etwa Spiele bei Hochzeiten oder auch Mittagspausen mit Grillservice“, blickt Knepper voraus.

Das Unternehmen „Knepper Management“ wächst mit den neuen Aufgaben auch zahlenmäßig: „Bislang hatten wir sechs Mitarbeiter auf Minijob-Basis, die alle weiterhin aktiv bleiben.“ Zusätzlich werden zehn ehemalige Trilling-Angestellte weiter beschäftigt.

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