Jugendtreff „Heroes“

Jugendliche drehen drei Kurzfilme in den Osterferien

Kai Bernhardt, Shevin, Basma, Evisa und Nadia (vl) beratschlagen am Storyboard die Szenefolgen.

Foto: Gero Helm

Kai Bernhardt, Shevin, Basma, Evisa und Nadia (vl) beratschlagen am Storyboard die Szenefolgen. Foto: Gero Helm

Wattenscheid.  Video-Workshop in den Osterferien für junge Leute im Jugendtreff „Heroes“. Teilnehmer schreiben Drehbücher, bedienen die Kamera und schauspielern

Spannend sollen sie sein und Action ist auch wichtig. Freundschaft und ein bisschen Mystik dürfen nicht fehlen. 15 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren arbeiten gerade an Filmprojekten, schreiben die Drehbücher selbst, suchen Kulissen, bedienen die Kamera und spielen als Darsteller mit.

Der Jugendtreff „Heroes“ hat in diesen Tagen den zweiten Teil des Projekts „Out of Frame – Zeit für die Zukunft“ aufgelegt. Gab es im vergangenen Jahr ein Foto-Projekt, wird in den Osterferien ein fünftägiger Video-Workshop angeboten. Regie führt das Kommunale Integrationszentrum Bochum (KIBo).

Zusammengewachsen

Viele der 15 jungen Leute, die im Workshop plötzlich zu Schauspielern, Autoren und Kameraleuten werden, besuchen regelmäßig den Jugendtreff „Heroes“. Andere wiederum haben vom Projekt gehört und wollten auch mitmachen. Treff-Chef Karl-Wilhelm Roth: „Einige Jugendliche kannten sich vorher gar nicht. Aber die Gruppe ist schnell zusammengewachsen.“ Dass die Gruppe sehr multikulturell ist, freut Roth zudem.

Drei Filme entstehen, also mussten drei Teams gebildet werden, die drei Drehbücher schreiben. Herausgekommen ist eine Action-Komödie, ein Freundschafts-Film und ein Liebes-Drama, mit Krimi- und Mystery-Einlage.

Die Action-Komödie, noch ohne Titel, erzählt die Geschichte zweiter Freunde, einer ist arm, einer reich. Der sozial Schwächere verliebt sich in ein Mädchen, das ihn aber ablehnt. Von seinem reichen Freund leiht er sich coole Klamotten, das Mädchen springt plötzlich auf ihn an. Doch will der Junge dann die Kleidung nicht mehr zurückgeben, es kommt zur Keilerei. Natürlich gibt’s ein Happy-End.

Der Freundschaftsfilm heißt „Die Neue“. Basma (15) erzählt, dass „ich ein Mädchen mit Migrationshintergrund spiele, das neu in die Klasse kommt und erleben muss, was Ablehnung, Vorurteile und Ausgrenzung bedeuten.“ Auch hier gibt’s ein gutes Ende. Basma findet Freundinnen.

Liebesdrama-Krimi endet nicht glücklich

Der Liebesdrama-Krimi, Film Nummer drei, allerdings endet nicht glücklich. Jemand stirbt. Einem Politiker wird ein wichtiges Dokument untergejubelt, worauf der Mann entführt und Jagd auf besagtes Dokument gemacht wird. Seine Freundin versucht, ihn zu retten.

Abschlusspräsentation im Herbst

Medien-Coach Kai Bernhardt, der mit Katharina Cygan, Jan Turek und mit Christoph Ranft das vier-köpfige Workshop-Team des KIBo ausmacht, sagt: „Es ist erstaunlich, wie viel Fantasie die Jugendlichen entwickelt haben. Die drei Drehbücher waren echt schnell geschrieben.“ Die Filme haben eine Länge zwischen etwa fünf und 15 Minuten. Coach Ranft: „Die Filme werden bei einer Abschlusspräsentation im Herbst im Bahnhof Langendreer gezeigt. Hier stellen auch Jugendliche anderer Freizeithäuser ihre Ergebnisse aus Workshops vor.“ So wird es einen Mix aus Foto-Dokumentationen, geschriebenen Werken und Filmen geben.

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