Digitalisierung

Die Wattenscheider Jugendkicker trainieren für den Alltag

Das Lernen und Arbeiten im Home-Office hat für das Lernstudio Wattenscheid in der Bildungspartnerschaft mit der SG Wattenscheid 09 noch einmal an Bedeutung gewonnen.

Das Lernen und Arbeiten im Home-Office hat für das Lernstudio Wattenscheid in der Bildungspartnerschaft mit der SG Wattenscheid 09 noch einmal an Bedeutung gewonnen.

Foto: Achim Multhaupt / WAZ

Wattenscheid.  Die Berufsplanung der Kicker bekommt zusammen mit dem Lernstudio Wattenscheid eine neue Richtung. Gerade herrscht „Turbo-Digitalisierung“.

Wichtig ist eben nicht nur „auf dem Platz“, sondern auch außerhalb von Training und Ligabetrieb. Nach dem „Kick off“ zum Zusammenspiel mit dem Lernstudio Wattenscheid haben Trainer und Co-Trainer der Jugendmannschaften der SG 09 von der U 13 bis zur U 19 begonnen, das Konzept mit Leben zu füllen. Die Berufs- und Karriereplanung der Jugendlichen bekommt mit dieser Hilfestellung eine andere Ausrichtung, etwa schon mit Blick auf spätere Bewerbungen - außerhalb der Fußballwelt.

„Das ist auch für die Trainer neu“, weiß Silvia Kleinbeck-Dicke (49), Inhaberin des Lernstudios. Das übrigens in diesen Tagen sein 20-jähriges Bestehen begeht und für das die Bildungspartnerschaft mit den Schwarz-Weißen ebenso neu ist.

Dabei ist die Beziehung der Jung-Kicker zu den Betreuern ein wichtiger Faktor, gerade in der Zeit der Abnabelung vom Elternhaus. Die Bedeutung der Leistung im schulischen Bereich kann so neu klar gemacht werden, nicht allein das Können auf dem Rasen oder die Mannschafts-Tauglichkeit.

„Das ist eine Phase, in der sich die Kinder und Jugendlichen stark an den Trainern orientieren und vom Elternhaus abgrenzen“, schickt Kleinbeck-Dicke voraus, „und die wiederum kennen ihre Jungs ja auch teilweise schon länger“. Das schulische Leistungsprofil der Spieler, das in etwa wohl zu den Schul-Halbjahren abgefragt werden soll, lasse sich auch an die Einsätze in den Spielen knüpfen. „Bei dieser Systematik müssen alle noch Erfahrungen sammeln.“ https://3c.web.de/mail/client/mailbody/tmai16422d1554d1689a/true#_top

Die Lust am Fußball soll der SG-Nachwuchs dabei auf keinen Fall verlieren, die Motivation aus beiden Bereichen soll zusammenhängen.

„Wir dürfen da nicht gegen womögliche Widerstände arbeiten“, skizziert Kleinbeck-Dicke den Hintergrund, man müsse vielmehr stark unterstützend vorgehen.

Im Home-Office, für die Jugendlichen eher digitales Lernen, habe sich in der Corona-Pandemie für alle Beteiligten geradezu ein „Turbo“ für die Digitalisierung ergeben. Das sei an der Effektivität und der Disziplin außerhalb von Präsenzunterricht durchaus erkennbar, haben die Mitarbeiter im Lernstudio festgestellt.

„Das Lernen ist stärker von Zeit und Ort unabhängig geworden, und das bringt für viele Vorteile, etwa, wenn sie halbtags arbeiten“, umreißt Kleinbeck-Dicke, „es ist zeitgemäß. Dabei haben wir manches wie das Klassenbuch als Mittel durchaus übertragen, nur eben in digitaler Form und damit auch für die Lehrkräfte jederzeit offen verfügbar, wenn sich etwa zwei einen Kurs teilen und so die Informationen einfach weitergeben können“.

Bei allen Veränderungen in den jetzt zwei Jahrzehnten, vor allem auf dem technischen Sektor mit Smartphone, Apps und sozialen Medien, stelle im Lernstudio die klassische Nachhilfe und die Schulbegleitung über viele Fächer immer noch ein Standbein der Arbeit dar. https://deref-web.de/mail/client/_AWlUjfXa4E/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.waz.de%2Farticle225939965.ece

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