Politik bis Wirtschaft

Jürgen Dieckmann startet neues Kabarettprogramm

Kabarettist Jürgen Dieckmann in Aktion, hier 2016.

Foto: Olaf Ziegler

Kabarettist Jürgen Dieckmann in Aktion, hier 2016. Foto: Olaf Ziegler

wattenscheid.   Von Null auf Hundert in unter zehn Sekunden – Jürgen Dieckmann nimmt zügig Fahrt auf, wenn er sein „literarisch-politisches Kabarett“ startet.

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Es kommt bei den Besuchern bestens an, dass er schnell Betriebstemperatur auf der Bühne erreicht. Und kein Blatt vor den Mund nimmt. Die Premiere seines 14. Soloprogramms präsentiert Dieckmann – wie schon seit Jahren – an Allerheiligen im „Charivari“. Titel: „Jubel. Trouble. Heiterkeit“.

Beginn ist am Mittwoch, 1. November, um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr). Der Eintritt beträgt zwölf Euro.Karten gibt es im Vorverkauf im „Charivari im Gastro 09“ am Sportzentrum Berliner Straße 41 oder an der Abendkasse. Versprochen werden „über zwei Stunden Rundumschlag“.

Von lokalen Themen bis in die weite Welt

Der Kabarettist aus Wattenscheid will wieder weit ausholen und kaum ein Thema auslassen. Die große und kleine Politik nimmt er dabei aufs Korn; Lokales ist ebenso angesagt wie Landes-, Bundes- und Weltpolitik. Von Wattenscheids 600-Jahr-Feier und (Innen-)Stadtentwicklung über Jamaika-Koalition und AfD bis US-Präsident Donald Trump: „Die ganze Bandbreite an Aufregerthemen steht da auf dem Programm“, verspricht der 59-Jährige muntere Unterhaltung mit Tiefgang.

Was als sein Markenzeichen gilt: Er will nicht nur abstrakt die Themen streifen, sondern immer an konkreten Beispielen vertiefen. „Da führt kein Weg dran vorbei.“ Allerdings ohne parteipolitische Brille, auch wenn er seit über 25 Jahren SPD-Mitglied ist. In der Kommunalpolitik und Gewerkschaftsarbeit kennt er sich aus.

Von Politik über Kirche bis Wirtschaft

Jürgen Dieckmann war mehr als 30 Jahre lang bei der Firma Steilmann tätig, hat die Höhen und Tiefen erlebt, engagierte sich im Betriebsrat (auch in leitender Funktion), machte, wie viele andere, den Steilmann-Umzug nach Bergkamen mit und war dort einer der letzten Mitarbeiter, bis im September 2016 das endgültige Aus für das einst vom Radici-Konzern übernommene Traditionsunternehmen kam. „Von den zuletzt 160 Mitarbeitern kamen rund 130 aus Wattenscheid.“ Seitdem ist Jürgen Dieckmann arbeitssuchend, und will auch aus dieser Lebenserfahrung sein Kabarettprogramm mit bissigen Inhalten füllen.

Ach ja, das Thema Kirche und 500 Jahre Luther kommen hier auch vor – Jürgen Dieckmann muss wissen, wovon er redet, er hat schließlich mal evangelische Theologie an der Ruhr-Universität studiert.

„Man hat viel erlebt vom täglichen Wahnsinn. Kein Wunder also, wenn ich mir seit fast 20 Jahren auf der Bühne Luft mache.“

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