Zeche

Hollandturm-Sanierung ab Herbst geplant

Der alte Förderturm von Zeche Holland

Der alte Förderturm von Zeche Holland

Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Im Herbst sollen die Sanierungsarbeiten für den Hollandturm starten.

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Beschlossene Sache ist, den ehemaligen Förderturm von Zeche Holland zu sanieren. Viele Jahre gab es Diskussionen über Erhalt oder Abriss. Im Herbst sollen die Sanierungsarbeiten starten.

Allerdings unter der Voraussetzung, dass eine noch aufgetretene Finanzierungslücke geschlossen werden kann. Denn die Ertüchtigung der Stützfundamente sei aufwendiger als zunächst gedacht, erklärt Tim Fröhlich von der Wirtschafts-Entwicklungs-Gesellschaft Bochum. Diese „Lücke“ soll gemeinsam mit der Stadt Bochum geschlossen werden. Die Planungen zur Sanierung seien abgeschlossen; die Ausschreibung soll in Kürze erfolgen.

Abriss der Schachthalle im Jahr 2015

Nach dem Abriss der Schachthalle im Jahr 2015 ragt nur noch das vor sich hin rostende Stahlgerüst in den Himmel. Wann es endlich los geht, das fragten sich in der Vergangenheit schon mehrmals diejenigen Bürger, die für den Erhalt des Fördergerüstes sind, das unter Denkmalschutz steht. Es gilt immerhin als ein Wattenscheider Wahrzeichen.

Stadtverwaltung und Wirtschafts-Entwicklungsgesellschaft Bochum (WEG) hatten vereinbart, wie der Turm und die Umgebung saniert werden sollen. Fläche und Turm sollen in Eigentum der Stadt übergehen. Das ist Voraussetzung für Landesfördermittel.

Der geschätzte Kostenrahmen belief sich bisher auf rund 2,2 Millionen Euro (ohne die jetzt aufgetretenen Zusatzkosten): Das Land NRW will die Sanierung mit 1,73 Millionen Euro fördern, die bisher verbleibenden Kosten in Höhe von 431 000 Euro sollen sich Stadt und WEG teilen.

Überlegungen zur Nutzung

Kosten fallen unter anderem für einen neuen Anstrich samt Rostschutz sowie eine neue Treppe an. Grundlage für die Sanierung ist die „Maßnahmenbeschreibung Zeche Holland“ der Prof. Lorenz & Co. Bauingenieure GmbH von 2015. Über Nutzungskonzepte nach der Sanierung wird derzeit weiterhin nachgedacht, es gibt mehrere Überlegungen; die Entwicklung des Areals am Turm befindet sich noch in der Prüfung. Verschiedene Konzepte für die Zukunft dieses Gebietes sind möglich.

Eine Variante sieht die Umgestaltung des Bereiches als Aufenthaltsort für Menschen vor, als Anziehungspunkt für Jung und Alt. Auch eine Bebauung des Bereichs am Förderturm wird in Erwägung gezogen. Das Grundstück an der Emil-Weitz-Straße ist rund 4850 Quadratmeter groß.

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