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Hollandturm-Beleuchtung sorgt für Zündstoff in Wattenscheid

Der sanierte Förderturm der Zeche Holland in Wattenscheid soll abends beleuchtet werden.

Der sanierte Förderturm der Zeche Holland in Wattenscheid soll abends beleuchtet werden.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Der Holland-Förderturm in Wattenscheid wurde mit Millionen-Aufwand saniert. Bei der Beleuchtungsart soll man mutiger sein, heißt es aus der SPD.

Die Bezirksvertretung Wattenscheid beschäftigt sich am Dienstag (29. September) unter anderem mit der Umsetzung eines Beleuchtungskonzeptes für den sanierten Holland-Förderturm und soll eine Entscheidung treffen. Dazu liegt ein Vorschlag der Verwaltung vor. Zwei Strahler könnten künftig den Turm der Zeche Holland beleuchten. Doch es gibt schon Kritik.

Mehr Mut wird gefordert

„Ich finde es gut, dass sich was tut und der Förderturm auch im Dunkeln wieder als Landmarke wahrgenommen werden kann. Aber ich hätte mir auch etwas mehr Mut gewünscht“, erklärt SPD-Ratsmitglied Burkart Jentsch. Die Verwaltung schlägt eine Beleuchtung über zwei Strahler vor, die an der Emil-Weitz-Straße befestigt werden sollen. So soll dann das markante Schild erstrahlen.

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„Das ist ein guter Schritt. Denn in den Workshops rund um die Zukunft der Zeche Holland wurde deutlich, dass den Wattenscheidern die Beleuchtung des Turmes wichtig ist. Deswegen finde ich es schade, dass es nicht mehr und auch mutigere Vorschläge zur Beleuchtung gibt“, kritisiert Jentsch.

Fördergerüst verschiedenfarbig von innen heraus beleuchten

„So könnte etwa das gesamte Fördergerüst verschiedenfarbig von innen heraus beleuchtet werden“, erklärt das Ratsmitglied aus Wattenscheid. „Immerhin gibt es die Möglichkeit, die vorgeschlagene Beleuchtung des Schildes noch zu erweitern“, so Jentsch. „An einigen Stellen des Turms könnten einzelne Linien beleuchtet werden. Das würde aus dem Turm im Dunkeln einen etwas größeren Hingucker machen.“ Das koste dann allerdings auch 80.000 Euro, da der Turm dann noch mit Strom erschlossen werden müsste. Die einfache Beleuchtung mit den Strahlern kostet im Vergleich lediglich 17.700 Euro. Das wäre im städtischen Haushalt auch noch eingeplant.

Jentsch: „Wir reden also von viel Geld für eine auffälligere Beleuchtung. Geld, das die Stadt in Zeiten von Corona anderweitig bestimmt sinnvoller investieren kann. Aber wir reden hier auch von einem Wahrzeichen für die Stadt und wir sollten über eine mögliche Finanzierung gründlich nachdenken.“

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