Herbstkirmes

Die Herbstkirmes beschließt die Bochumer Rummelsaison

Die Herbstkirmes in Wattenscheid beendet traditionell die Kirmessaison in Bochum.

Die Herbstkirmes in Wattenscheid beendet traditionell die Kirmessaison in Bochum.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Die letzte Kirmes des Jahres findet traditionell in Wattenscheid statt. Zu Beginn gibt’s Freifahrten. Zuletzt gab es immer wieder auch Kritik.

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Die Schausteller müssen noch ein letztes Mal ran: Buden werden aufgebaut, Fahrgeschäfte sicher verschraubt und Fritteusen und Pfannen schon mal vorgewärmt. Dann kann sie eröffnet werden, die Herbstkirmes in Wattenscheid. Sie ist der letzte Rummel im Bochumer Stadtgebiet für dieses Jahr. Ihre Schwester, die Gertrudis-Kirmes im Frühjahr, wird die neue Saison im nächsten Jahr dann in der Alten Freiheit wieder eröffnen. Jetzt aber ist von Donnerstag (3.) bis Sonntag (6.) die Herbstkirmes dran.

Kostenlose Fahrten zur Eröffnung

Und die legt direkt mit einer Aktion für Sparfüchse los: Gleich nach der Eröffnung um 14 Uhr gibt es für eine Viertelstunde freie Fahrten auf allen Fahrgeschäften der Kirmes.

Die Besucherinnen und Besucher können sich also sofort auf dem Love-Express einen Drehwurm holen oder im Auto-Scooter ihre Steuerkünste unter Beweis stellen. Nach der Viertelstunde kosten diese und auch die anderen Attraktionen, wie das Bungee-Trampolin oder der Flying Crazy Bus, dann den regulären Preis.

Familientag bietet Spaß für die Kleinen

Zumindest bis zum nächsten Tag. Am Freitag (4.) findet nämlich der Familientag statt, bei dem es laut Bochum Marketing dann wieder „allerlei Vergünstigungen“ gibt. Und schon für die kleinsten ist Fahrspaß geboten: Auf dem Kinderkarussell „Baby 2000“ können sie in schnittigen Automodellen, Mopeds und sogar Raumkapseln mitfahren. Im Fahrgeschäft „Chicolino“ geht es zwar weniger rasant zu, dafür ist es aber bereits für Kinder ab zwei Jahren geeignet. Im „Chicolino“ gibt es nämlich keine Hebebewegungen.

Rummel in Fußgängerzone zieht Kritik auf sich

Die Herbstkirmes findet wie immer mitten in der Fußgängerzone statt. Dadurch wird es in der City am Wochenende voller und enger als sonst üblich. Das hat in der Vergangenheit schon häufiger zu Beschwerden und Kritik von Anwohnern gesorgt. Dazu gab es sogar einen Antrag von Bewohnern auf die Verlegung der Veranstaltung an einen anderen Ort.

Der wurde allerdings 2015 von der Bezirksvertretung abgelehnt. Die verwies damals auf den traditionellen Charakter der Kirmes und den Mangel an einer örtlichen Alternative. Auch bei Gewerbetreibenden kommt die Kirmes nicht immer gut an. Viele Buden stehen direkt vor Geschäften, die Inhaber klagen daher über Umsatzeinbußen über das Wochenende. Auch der Wochenmarkt muss dem Rummel am Freitag weichen (siehe Infobox).

Bei Besuchern kommt die Kirmes gut an

Für die Besucher war die Kirmes aber zuletzt ein Erfolg. Laut Bochum Marketing berichten die Schausteller in den letzten Jahren von gleichbleibenden Besucherzahlen. Ob im Frühjahr oder im Herbst ist dabei egal, der Besuch der Kirmes ist immer auch abhängig vom Wetter. Insgesamt können sich die Besucher in der Innenstadt an rund 25 Imbiss-, Süßwarenstände, Spielbuden sowie Fahrgeschäften, den Bauch vollschlagen und danach durchmischen lassen und ein entspanntes Wochenende verbringen. Auch, wenn die Fahrt auf dem Love-Express nach der ein oder anderen Speise wahrscheinlich nicht mehr zu empfehlen ist.

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