Austausch

Hellweg-Schüler planen schon Gegenbesuch

Jugendliche schilderten beim Abschlussnachmittag ihre Eindrücke.

Foto: Gero Helm

Jugendliche schilderten beim Abschlussnachmittag ihre Eindrücke. Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Die Hellweg-Schule bot der Besuchsgruppe aus Bosnien-Herzegowina viel Programm.

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18 Schüler und Schülerinnen sowie drei Lehrer zweier Schulen aus Bosnien-Herzegowina waren eine Woche lang auf Einladung des Hellweg-Gymnasiums zu Gast in Wattenscheid.

„Wir hoffen, dass mit diesem Projekt neben unseren sonstigen Austauschprogrammen ein weiterer Baustein zur Verständigung und Versöhnung in Europa gelegt wird“, erklärt Schulleiter Jürgen Mengler mit Blick auf eine intensive, nicht immer einfache, aber sicher erfolgreiche Woche.

Die Organisation „Schüler helfen Leben“ regte den Besuch an

Angeregt und eingefädelt wurde der Besuch von der Organisation „Schüler helfen Leben“, die sich kurz nach den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien gegründet hatte. Auch heute noch spielen politische Gegensätze zwischen den verschiedenen Ethnien eine Rolle. Deshalb hatte die Hellweg-Schule bosniakische und kroatische Jugendliche gemeinsam eingeladen, welche in ihrer Heimat in Vitez in „zwei Schulen unter einem Dach“ unterrichtet werden.

„Hellweg-Schüler und Schülerinnen der Stufe neun und Einführungsphase, aber auch deren Eltern waren spontan von diesem anspruchsvollen Austauschprojekt angetan und hatten mit ihren Partnern in Bosnien-Herzegowina schon bald regen Kontakt“, erklärt Lehrer Heinz Gockel (Koordination Austausch). „Daraus hat sich ein ansehnliches Programm für die Gäste entwickelt.“

In der Besuchswoche beschäftigten sich die Jugendlichen und ihre Begleiter intensiv mit ihren Gastgebern aus Wattenscheid, aber auch mit den hiesigen Gegebenheiten in der Stadt, unter anderem mit katholischer Gemeindearbeit und türkischer Moschee, mit einer Flüchtlingsunterkunft und mit einem Schrebergarten. Ein Ausflug führte nach Köln. Ein weiteres Thema war natürlich auch der Unterricht hier.

Verabschiedung mit Abschlussnachmittag

Die Lehrer Heinz Gockel, Lars Moder und Vanessa Spyrka sowie die ehemalige Schülerin Hannah Dißelbeck hatten diesen Austausch eingehend vorbereitet; zwei Lehrer waren deswegen eigens in den vergangenen Sommerferien zu den beiden Schulen nach Bosnien-Herzegowina gefahren.

Mit einem bosnisch-deutschen Abschlussnachmittag und auch in der Schulkonferenz wurden die Gäste verabschiedet. Mit dem Flugzeug kehrten die Besucher dann anschließend einen Tag später zurück in ihre Heimat. Der Gegenbesuch soll im April 2018 erfolgen. „Wir freuen uns schon sehr darauf“, so Lehrer Heinz Gockel.

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