Museum

Heimatverein Eppendorf baut Erdkeller

An dem neuen Erdkeller arbeitet auch Hugo Hardering mit.

An dem neuen Erdkeller arbeitet auch Hugo Hardering mit.

Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Der Eppendorfer Heimatverein baut einen Erdkeller, der als Vorratsspeicher dient, auf seinem Museumsgelände.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mitglieder des Vereins hatten schon vor Jahren mit dem Gedanken geliebäugelt und nun den Bau an der Engelsburger Straße in Angriff genommen. „Als der Bauerngarten fertiggestellt war, bot sich der Erdhügel hinter dem Löschteig dafür an“, erklärt Vorsitzender Gerd Robok.

„Da es verschiedene Arten gibt, einen Erdkeller anzulegen, haben wir uns dazu entschieden, ihn direkt in den Hügel zu bauen. Das war die einfachste und auch finanziell gesehen beste Lösung. Es passt genau zu unserer bäuerlichen Gestaltung. So können wir unseren Ertrag aus dem museumseigenen Bauerngarten einwandfrei einlagern.“ Im Internet hatte man sich die verschiedenen Modelle angesehen und durchdiskutiert. Die Planung war schnell abgeschlossen, das Material ausgesucht und bestellt. „Schließlich landeten wir bei einer Form, die uns am leichtesten zu verwirklichen schien.“

Alles in Handarbeit

In zahlreichen Stunden entstand alles in Handarbeit. Ein ins Erdreich eingefügtes Betonrohr wurde zur verschließbaren Lagerkammer. Der Raum hat eine dauerhafte Innentemperatur von ca. zehn Grad. Etwa 50 Zentimeter Erdboden umrahmen die Röhre. Der Raum ist dreieinhalb Meter breit, hat einen Durchmesser von zweieinhalb Meter und bietet genügend Platz zum Lagern.

Ein Erdkeller, Naturkeller oder auch Erdmiete genannt, war früher – in Zeiten vor und während des Krieges und in den ersten Jahren der Nachkriegszeit, als es noch keinen Kühlschrank gab – wichtig. Da viele Häuser keine Keller hatten, um Obst und Gemüse vom Feld und Garten lange frisch zu halten, wurden Erdkeller außerhalb der Häuser gebaut. Dadurch blieben die Lebensmittel über den Winter hin frisch. Durch den Kontakt zum Erdreich kann die umgebende Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperatur ungehindert in den Lagerraum eindringen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben