WAZ-Kulturoffensive

Hände in allen Formen und Farben künstlerisch interpretiert

Zur künstlerischen Frauen-Gruppe gehören auch Edith Tesar, Sabine Ewald, Nicole Müller, Ulrike Kappert, Angelika Hünerlage, Angela Feller und Dagmar Steinmann (v.l.).

Zur künstlerischen Frauen-Gruppe gehören auch Edith Tesar, Sabine Ewald, Nicole Müller, Ulrike Kappert, Angelika Hünerlage, Angela Feller und Dagmar Steinmann (v.l.).

Foto: Klaus Pollkläsener

  Frauen-Künstlergruppe stellt zum Thema „Hände“ in der WAZ aus – vom Foto bis zur Skulptur. Eröffnung ist am Internationalen Frauentag.

Kaum ein menschliches Körperteil hat lyrisch wie bildlich so viel Strahl- und Ausdruckskraft wie die Hand. „Hände“ heißt deshalb auch die neue Ausstellung der Frauen-Künstlergruppe um Angela Feller. Fotos, Skulpturen, Bilder und Utensilien, die unbedingt mit der Hand zu tun haben, zeigt die Frauengruppe in der WAZ-Kulturoffensive. Die Vernissage findet – natürlich – am Internationalen Frauentag, 8. März, um 18 Uhr in den WAZ-Räumen, Hüller Straße 7, statt. Alle Interessierten, selbstredend auch Männer, sind hier willkommen. Der Eintritt ist frei.

Angela Feller und ihre Mit-Akteurinnen – im Alter zwischen Mitte 30 und Mitte 70 – haben einen großen Themen-Bogen gespannt. So hat Caro Florczak (34) ihr Lieblingsmotiv, die Hände ihrer zweieinhalb-jährigen Tochter Emmeline, auf Schwarzweiß-Fotos gebannt.

Nicole Müller (44) präsentiert Street-Art-Bilder. „Die Motive hierfür finde ich, bzw. sie finden mich, auf Reisen in aller Welt“, sagt die 44-jährige Werkstattlehrerin, Bereich Chemie, an einer Bochumer Berufsschule.

Dagmar Steinmann hat sich „Gedanken über meine eigenen Hände gemacht. Meine Hände sind mein Vater, meine Mutter und mein Werkzeug, ein Sinnesorgan und ein Medium. Sie sind ruhig und rastlos, ungestüm und feinfühlig zugleich.“ Und: „Vor allem sind meine Hände das Instrument, das mich zur Malerin macht.“ Bunt, großformatig und eindrucksvoll sind dementsprechend auch ihre Bilder.

Mit Glitzer funkelt die Welt

Tochter Yvonne Steinmann hat die Hand im Wortsinne in die Hand genommen und Skulpturen aus Gips entworfen und gefertigt, die als Blumen dienen. Zart kommen die Werke daher, zeigen, wie schön und ansehnlich aber auch zerbrechlich eine Hand sein kann. Yvonne Steinmann (44), von Beruf Erzieherin, steuert zudem eine Foto-Collage von mit Hennafarbe bemalten Händen bei, angelehnt an das sogenannte Mehdi (Hindi), die alte Brauttradition aus Indien. „Für meine Gestaltung nehme ich gerne Glitzer, denn mit Glitzer funkelt die Welt“, sagt sie.

Edith Tesar zeigt Fragiles, wie mit Federstrich gezeichnet, aber auch Buntes. Sie kombiniert Fotos, etwa von amüsanten Festen oder Kinderhände mit Malerei. So fließen Fotografisches und Künstlerisches wie Collagen ineinander.

Burgi Reschke und Angelika Hünerlage, beide engagiert in der Seniorengruppe der ev. Kirchengemeinde Preins Feld, zeigen alte Hände und schreiben dazu spannende Geschichten, was diese Hände erlebt haben. Ulrike Kappert-Eckwerth stellt filigrane Bleistiftzeichnungen aus. Sie hat die Hände ihrer alten Mutter gemalt.

Sabine Ewald bietet eine Themen-Installation in der Vitrine: Hände als Beton-Skulpturen, die etwas (ver-)tragen oder (aus-)halten. In den Mittelpunkt ihres Werks stellt sie ein Bild, das Nähe, Berührung, Umarmung zeigt. Die Akteurinnen bestücken gemeinsam eine weitere Vitrine mit historischen Handschuhen, etwa aus dem Fundus der Großmütter. Hier fehlen auch der legendäre, wärmende „Muff“ oder das dekorative Stulpen-Paar nicht. Technische Unterstützung in und rund um die Austellung leistet Andrea Koch.

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