Innenstadtentwicklung

Gestaltungsideen der Bürger für die City sind gefragt

Raumplanerin Stefanie Jaß erklärt Schülern die „bewegte und bespielte Stadt“ am Info-Stand vor der Friedenskirche.

Foto: Gero Helm

Raumplanerin Stefanie Jaß erklärt Schülern die „bewegte und bespielte Stadt“ am Info-Stand vor der Friedenskirche. Foto: Gero Helm

Wattenscheid.  Quartiersmanagement „Soziale Stadt“ informiert am Stand vor der Friedenskirche in Wattenscheid. Per Fragebogen Wünsche und Anregungen ermitteln.

Um „Freiflächen“ und deren Ausgestaltung ging es dem Quartiersmanagement „Soziale Stadt“ gestern am Info-Stand vor der Friedenskirche. „Wir wollen wissen, was der Bürger möchte. Wie der Wattenscheider die öffentlichen Freiflächen gestaltet sehen will“, erklärt Stadtteilmanager Alexander Kutsch die Aktion.

Ausgestattet mit einem umfangreichen Fragebogen, den jeder, der mag, ausfüllen kann und begleitet von Mitarbeiterinnen des Landschaftsarchitekturbüros Hoff, das mit der Konzeption und Ausgestaltung der Freiflächen im Quartier beauftragt ist, hatte Alexander Kutsch Quartier aufgeschlagen.

Per Hand geschriebener Ideen-Katalog vor

So mancher Bürger nutze die Chance zum Gespräch. Elke Willnow aus Westenfeld hatte sich sogar darauf vorbereitet. „Ich war schon auf dem Info-Abend, als das Projekt Soziale Stadt vorgestellt worden ist,“ erklärt sie. Und zeigt ihren drei-seitigen, mit der Hand geschriebenen Ideen-Katalog vor.

Figuren, die etwas mit Wattenscheid zu tun haben

Sie schlägt bunte Figuren vor, „die etwas mit Wattenscheid zu tun haben“, und hier und da in der City stehen. „So wie in Witten“, gibt sie als Beispiel. Weiter regt sie ein Wasserspiel, besonders für Kinder zum Spielen geeignet, an. Etwa so, wie in Bochum am Kuhhirten.

„Der Saarlandbrunnen und auch der am August-Bebel-Platz könnten doch so umgestaltet werden, dass auch Kinder dort eine Wasserspielfläche nutzen könnten.“ Geführte Wanderungen für Senioren in der Stadt und auch einen Shuttle-Bus, der ältere Menschen zwei, drei Mal in der Woche aus den Stadtteilen in die Stadt und wieder zurück bringt, könnte die Lebensqualität erhöhen, meint sie. Auch ein Rentner aus Eppendorf, der namentlich nicht genannt werden möchte, macht Halt am Stand. Er komme zum Einkaufen in die Innenstadt, weil es hier viele Geschäfte gibt. Grünflächen nutze er in der City nicht.

Stefanie Jaß, Raumplanerin beim Büro Hoff, geht es um die „bewegte und bespielte Stadt“ und deren Gestaltung. „Wir sind schon mit den 3er-Klassen der Gertrudis- und Glückaufschule durch die Stadt gegangen und wollten wissen, wie die Kinder die Innenstadt sehen.“ Resümee: „Zum Radfahren ist die City überhaupt nicht geeignet.“ Und Spielanregungen gebe es auch keine – bis auf die wenigen Federtiere an der Kirche.

Alle Ideen und auch die Antworten im Fragebogen werden weiter zusammengefasst und als Impulse mit aufgenommen und verwertet.

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