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Gänsereiter halten die Zügel fest und die Traditionen hoch

Das Kinderkönigsreiten der Gänsereiter Höntrop stößt immer wieder auf großes Interesse.

Das Kinderkönigsreiten der Gänsereiter Höntrop stößt immer wieder auf großes Interesse.

Foto: Gero Helm / Archiv FFS

Wattenscheid-Höntrop.  Mit elf Böllerschüssen zum Auftakt wollen die Gänsereiter wieder ganz Höntrop auf die Beine bringen. Karitativer Einsatz ist fest im Programm.

Vom November-Blues kann keine Rede sein, die Wattenscheider Karnevalisten sind voller Elan in den Vorbereitungen für die anstehende Session. Den sicherlich lautesten Auftakt werden die Gänsereiter an ihrem Vereinsheim am Höntroper Gänsereiterweg zelebrieren, traditionell mit elf Böllerschüssen aus der überdimensionalen Kanone am morgigen Sonntag (10.), Punkt 11.11 Uhr. Das geschieht in dieser Form bereits zum 42. Male.

Vor dem geselligen Treiben werden sich die Blaukittel wiederum für den Gottesdienst um 9.30 Uhr in der St.-Marien-Kirche am Forstring in Höntrop versammeln. Anschließend marschieren sie mit Begleitung ihres Spielmannszuges zur Wagenbauhalle, wo sich die Delegationen der befreundeten Vereine sicherlich bereits

eingefunden haben werden. Auch für die Nachbarn lohnt sich ein Besuch, wenn der Gänsereiter-Spielmannszug ein kleines Platzkonzert gibt und die Tanzgarde der Kolping-Spielschar ihr Können zeigen wird. Am Montag soll dann der Wagenbau mit den Motiven für den Umzug zum Straßenkarneval als Höhepunkt der Session beginnen.

Clubs setzen auf eineharmonische Nachbarschaft

Das Blau der Kittel wird sicherlich auch schon beim Biwak der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiss Günnigfeld am Samstag (9.) ab 11.11 Uhr im Wichernhaus an der Parkallee zu sehen sein. Beim gelungenen Auftakt der Gänsereiter-Nachbarn aus Sevinghausen auf dem Rewe-Parkplatz am Wattenscheider Hellweg unterstrichen die beiden Clubs, dass sie gern auf die gegenseitigen Einladungen zurückkommen und mit Besuchen in achtbarer Delegations-Stärke die Verbundenheit beweisen wollen.

Sammeldosen kreisenfür die Kindergärten

Große Bedeutung hat seit langer Zeit der karitative Einsatz der Höntroper Gänsereiter. In diesem Jahr werden bereits beim „Anböllern“ am Sonntag erstmals die Sammeldosen kreisen, mit denen die Blaukittel wie beim abschließenden Wurstsammeln einen Beitrag für die örtlichen Kindergärten erbitten und anschließend übergeben werden. Für bunte Unterhaltung für die Kinder wird auch beim Sessionsauftakt gesorgt sein.

Spanische Gäste sind wieder dabei

Der Höhepunkt der „Gänsereiterei“ wird zweifellos der Wettstreit um die Königswürde im Südpark zu Pferde sein, und die Höntroper freuen sich bereits wieder auf einen Besuch der Freunde aus El Carpio de

Tajo, die mit ihren prächtig geschmückten Rössern und vor allem ihrem Temperament ein buntes Bild und Stimmung garantieren werden. Auch das spannende Kinderkönigsreitern erfreut sich beim Publikum großer Beliebtheit, der Eifer der jugendlichen Titelanwärter wird mit viel anspornendem Applaus bedacht.

Viele Jahre Vorstandsarbeit

Große Konstanz kennzeichnet das Vereinsleben, Oberschulte Markus Oskamp erinnert sich, dass Heinrich Strack allein 25 Jahre im Vorstand aktiv war, Guido Ortwein zeigt sein Engagement inzwischen schon 20 Jahre als Schriftführer und als Adjutant.

Oskamp selbst musste bei der Auflistung feststellen, dass er nicht nur bereits sechs Jahre den Vorsitz bei den Höntropern inne hat, sondern auch schon sechs Jahre Kassierer gewesen ist.

Als Sprecher des Clubs hat schließlich Achim Hehrs die Geschicke der Gänsereiter 26 Jahre begleitet und den Zwist bis zur Umstellung auf die Holz-Attrappen-Gans „für beide Vereine, Sevinghausen wie Höntrop“, als Anwalt auch vor Gericht mitgetragen. Er gibt nun nach dieser „schönen und spannenden Zeit“ das Amt des Pressesprechers an Lennart Stoepel weiter, der schon geraume Zeit in der Redaktion der Gänsereiterzeitung und als zweiter Schriftführer im Vorstand dabei ist.

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