Startschuss fällt

Gänsereiter bringen ihre Gästeschar sicher ins Trockene

Dann macht es „bumm“: Elfmal wurde die Kanone pünktlich abgefeuert.

Foto: Gero Helm

Dann macht es „bumm“: Elfmal wurde die Kanone pünktlich abgefeuert. Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Die ausgelassene Stimmung hält sich beim Auftakt in Höntrop auch im Vereinsheim.

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Schutzpatron Jokus war diesmal wohl eher ein zweigesichtiger Janus, denn die Prognose für den Sonntag lautete: durchweg Regen, nach Sonne am Samstag. So hatten die Höntroper Gänsereiter ihren Karnevalsauftakt vorsichtshalber ins Vereinsheim verlegt.

Der Bühnenwagen stand daher verwaist und feucht vor dem Haus, und die Majestäten standen Schlange, als mit elf Böllerschüssen der Gänsereiterkanone das Treffen eröffnet wurde. Denn das rustikale Nest der Höntroper mochte für die vielköpfige Karnevalistenschar kaum reichen.

Was aber alles der Stimmung keinen Abbruch tat, zumal der Himmel seine Pforten doch noch geschlossen hielt und sich die Delegationen der Wattenscheider und auswärtigen Gast-Vereine nach dem kleinen Festzug vom Kolpinghaus aus auch weiter unbehelligt im Freien tummeln konnten.

Was heute Vernetzung heißen mag, ist im Karneval eher wie eine sich stetig fortsetzende und verjüngende „Ahnengalerie“. Denn die Gastgeber präsentierten mit Florian I. und Kim I. ein Paar, das vor exakt zehn Jahren schon den Titel der Kinder-Könige der Gänsereiter inne hatte, und das wiederum sogar 60 Jahre, nachdem sich Florians Großvater bereits die Regentschaft erritten hatte.

Damit nicht genug, aus der Menge der Würdenträger stach das Königspaar Scarlett I. und Rainer I. aus Hattingen im prunkvollen blauen Samt-Ornat und mit wehender Fasanen-Feder-Mütze hervor.

Ihre besondere Verbundenheit mit den Gänsereitern erklärte sich karnevalistisch-einfach: Das Adjutantenpaar Manfred und Karin stammt, na, was wohl - aus Höntrop.

Markus Oskamp, Oberschulte der Gastgeber, sah die Enge beim 40. Sessionsauftakt gelassen, freute sich vielmehr, dass immer mehr Nachbarn mit dabei sein wollen.

Der scheidende Prinz Jochen grüßte gut gelaunt, „es war eine wunderschöne Reise“ bis zu dieser seiner vorletzten Station gewesen, und Prinzessin Silvi - diesmal selbstverständlich in Rot - dankte dafür, „ihr Höntrop“ vertreten zu dürfen.

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