Katastrophenschutz

Freiwillige Feuerwehr Heide freut sich auf das neue Haus

Zum Treffpunkt für das ganze Viertel wird jedes Mal das Feuerwehrfest beim Löschzug Heide.

Zum Treffpunkt für das ganze Viertel wird jedes Mal das Feuerwehrfest beim Löschzug Heide.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Heide.  Der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Heide hat derzeit mit beengten Räumlichkeiten zu kämpfen. Ein Bauplatz ist schon ausgemacht.

Gut, dass der Hof wenigstens so groß ist. Zum Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr Heide an der Bochumer Straße passen Hüpfburg, Getränke, Cocktailstand, Grillzelt und Bühne nebst Aktions-Stationen und Mini-Parcours für die Kinder auf die Fläche. Denn es wird jedes Mal voll, spätestens, wenn die Cover-Band „Cop Connection“ hier auftritt. Diesmal hat sie sich sogar mit der Truppe „Savage Sound“ Verstärkung geholt. Der Löschzug selbst ist auch stark, so stark, dass das Gerätehaus und der Anbau nur mit Problemen ausreichen.

Das geht schon beim Einparken der Einsatzfahrzeuge los. „Wir haben Löcher in den Estrich gebohrt, da werden Balken befestigt, weil wir so exakt einfahren müssen, dass sonst die Fahrer nicht mehr aussteigen können,“ demonstriert Stefan Sackers, der Löschzugführer.

Planungsstau im Rathaus

Mit dem Löschzug Linden hat der in Heide die Zusage von Dezernent Sebastian Kopietz und Feuerwehrchef Simon Heußen für einen Neubau bekommen. Nur haben die Zentralen Dienste der Stadtverwaltung einen Berg von Planungen und Bauvorhaben abzuarbeiten, etwa für den verstärkten Brandschutz an Schulen. „Das geht natürlich vor,“ räumt Sackers ein. „Wir kümmern uns im Einsatz ja auch erst um die Hauptgefahr.“

Neue Adresse ist schon ausgeguckt

Immerhin ist schon eine städtische Liegenschaft ganz in der Nähe gefunden, eine Baracke, die das Grünflächenamt schon frei zieht. Sie liegt versteckt neben dem alten Gütergleis an der Märkischen Straße in der Nähe des Freibads.

„Die Nachbarn, die schon ‘was davon mitbekommen haben, freuen sich,“ meint Sackers schmunzelnd, „dass am Monte Schlacko das ganze Theater um den Müll nach den Wochenend-Grill-Feten aufhört, wenn wir da hinkommen.“

Die Kostenschätzung für den Neubau der Freiwilligen in Linden liegt bei vier Millionen Euro, in der Marge würde dann auch Heide veranschlagt. Eigenleistung, früher ein fester Posten bei allem in Sachen Ausstattung, ist nicht mehr anrechenbar.

Alles wird an Fremdfirmen vergeben, „wohl wegen der Gewährleistung,“ schätzt Sackers.

Den Platz kann auch die Schule gebrauchen

Vielleicht können nicht mehr benötigte Container der Löscheinheit aus der ärgsten Raumnot helfen, orakelt der Chef. „Der Transport wäre ja schon mal kein Problem,“ unkt er, „da machen wir ‘ne Übung mit dem Autokran draus.“

„Und die Fläche hinter der Glückauf-Schule würden wir dann ja auch freimachen, wenn sich da der Offene Ganztagsbereich ausdehnen will. Denn die sind ja jetzt auch noch in Containern untergebracht.“

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