Entwicklung

Feuerwehr Wattenscheid hofft auf Kernsanierung ihrer Wache

Der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr, hier eigens für ein Rundumbild aufgestellt, hofft auf eine umfangreiche Renovierung der Gebäude neben der Wache an der Grünstraße.

Der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr, hier eigens für ein Rundumbild aufgestellt, hofft auf eine umfangreiche Renovierung der Gebäude neben der Wache an der Grünstraße.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Westenfeld.  Die Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr an der Grünstraße müssen dringend komplett überholt werden. Doch die Planung kommt nicht so recht in Gang.

Der Laufkran an der Decke macht es ebenso deutlich wie die Treppe in die Montagegrube, dass die Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Wattenscheid, der Löscheinheit 13 an der Grünstraße, als Werkstatt gebaut wurde. Die Ansprüche haben sich in einem halben Jahrhundert verändert, und um das Feuerwehrhaus gegenüber der Feuer- und Rettungswache der Berufsfeuerwehr flott zu machen, ist eine Kernsanierung nötig.

Es gibt nur zwei Tore für drei Fahrzeuge, Platz müsste sogar für vier sein. Das macht der Treppenbereich unmöglich. Tobias Ludwig, der Löschzugführer, weiß die Politik, Amtsleitung und auch die Verwaltung hinter sich, schließlich unterstreicht auch der Brandschutzbedarfsplan die Notwendigkeit einer umfangreichen Sanierung des vor 50 Jahren eingeweihten Gebäudes. Aber die Zentralen Dienste im Rathaus haben einen Planungsstau. Frühestens 2021 können die Floriansjünger mit dem Abarbeiten der Liste der dringenden Modernisierung rechnen, nicht vor 2023 dann mit dem Umbau.

Längst nicht mehr lässt sich Eigenleistung der Aktiven mit einrechnen, die Aufträge müssen ausgeschrieben und vergeben werden. „Bei der ersten Renovierung haben wir hier im Löschzug zwischen August ‘96 und Mai 2000 immerhin 8677 Stunden geleistet“, weiß Ludwig nach einem Blick ins Protokoll. Die Freiwilligen sind aber auch sehr sorgsam mit ihrem Material umgegangen, zeigt der Zugchef schmunzelnd in der Küche.

Heute mit Frauen und Jugendfeuerwehr

„Die Möbel sind älter als ich selbst“, erzählt der 37-Jährige, „die waren schon bei meinen Eltern eingebaut.“ Möbel könnte der Löschzug auch jetzt schon als Ersatz bekommen, „aber wofür,“ lässt Ludwig offen, „wenn hier sowieso alles gemacht werden muss?“

Woran vor 50 Jahren, als der Katastrophenschutz das Gebäude frei machte, niemand gedacht hat, das stellt inzwischen räumlich schon moderne Ansprüche, allein durch eigene Sanitärräume für Feuerwehrfrauen und im nächsten Jahr für die Jugendfeuerwehr.

Die soll hier mit mindestens 15, eher 20 Kräften neu gegründet werden. Elektroleitungen, Heizung, Fenster und eben alles Sanitäre ist für die dann insgesamt 50 Köpfe zählende Freiwilligen-Einheit aber jetzt schon längst nicht mehr auf aktuellem Standard. „Dass dieser Bedarf auch von allen Beteiligten so gesehen wird, spricht natürlich für die Wertschätzung, die inzwischen die Freiwillige Feuerwehr genießt“, begründet Ludwig. Weil die Löscheinheit direkt an der Wache der Berufsfeuerwehr untergebracht ist, war der Druck auch geringer. „Hier bricht nicht gleich alles zusammen, aber wir werden schon ein bisschen neidisch, wenn wir die neuen Bauten bei anderen Einheiten sehen – obwohl die die ganz bestimmt auch verdienen“, meint er.

Weitere Fotos auch auf https://roundme.com/@gerohelm

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